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aus unserem Archiv vom 18. März 2010
Ort: TrierDrucken  E-Mail

Verkehrsinsel soll Kornmarkt frei von unzulässigem Autoverkehr halten

Voraussichtlich mittels einer seitlichen Verkehrsinsel in der Konstantinstraße soll unzulässiger Autoverkehr künftig vom Kornmarkt ferngehalten werden. Das hat der Bauausschuss in seiner heutigen Sitzung beschlossen. In den nächsten Wochen will die Verwaltung Details der Sperrung ausarbeiten.

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(woc) Eigentlich hatte der Stadtrat auf Antrag der CDU schon vor fast vier Jahren beschlossen, dass die innerstädtischen Plätze mit Pollern von unzulässigem Verkehr freigehalten werden sollen. Doch für versenkbare Betonpfeiler – die technisch so ausgerüstet sein müssten, dass Berechtigten problemlos die Durchfahrt gewährt werden kann – ist kein Geld da.

Anfang des Jahres startete der Stadtrat daher einen neuen Versuch – diesmal auf Antrag des Ampel-Bündnisses – zumindest auf dem Kornmarkt die Zahl der Autos und LKW zu verringern (der TV berichtete). Am Donnerstagabend stellte Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani vor, wie die Verwaltung sich die Verkehrsberuhigung vorstellt: Auf der zum Kornmarkt führenden Spur der Konstantinstraße soll direkt unterhalb der Zufahrt zur öffentlichen Tiefgarage eine seitliche Verkehrsinsel errichtet werden, die die Fahrbahn stark verengt. Drei Schilder – „Durchfahrt verboten“, „Anlieger frei“ und „Keine öffentlichen Parkplätze“ – sollen die Sperrung erläutern. Die rund 200 Zufahrtsberechtigten, zum Beispiel Anwohner der Gangolfstraße oder Lieferverkehr, können die Erhöhung aus Bord- und Pflastersteinen umfahren. Kosten für Insel und Schilderbaum: 12.000 Euro.

Der von der CDU geforderte Wendeplatz könne vorerst allerdings nicht gebaut werden, erklärte Kaes-Torchiani. „Dazu wäre eine größere Investitions-Summe nötig, die wir nicht im Haushalt stehen haben und die dieses Jahr daher auch nicht umgesetzt werden kann.“ Die sechs Meter breite Straße reiche allerdings auch so zum Wenden aus.

Die Taxi-Plätze auf der gegenüberliegenden Spur sollen erhalten bleiben. Ob das auch für die Motorrad-Stellplätze auf Höhe von C&A gilt, ist offen.

Während Thomas Albrecht (CDU) die Verwaltung für den „bezahlbaren und umsetzbaren“ Vorschlag lobte, wollte sein Parteikollege Karl Biegel lieber eine kostengünstigere Lösung: Ein Baum in einem großen Betonring anstelle der Verkehrsinsel habe den gleichen Effekt, käme aber wesentlich günstiger. „Und schließlich müssen wir sparen“, erklärte Biegel. Mit Verweis auf die hochwertige Gestaltung von Konstantinstraße und Kornmarkt, wies Dezernentin Kaes-Torchiani einen solchen Betonkasten allerdings zurück, versprach aber, auch weitere Verbesserungsvorschläge der Ausschussmitglieder noch einmal prüfen zu wollen.

Sven Teuber (SPD) drängte darauf, dass die Sperrung möglichst schnell umgesetzt werden müsse. Doch selbst, wenn die Verwaltung es wie vom Ausschuss gefordert schafft, bis Mai die Detailfragen zu lösen: Dass der Kornmarkt so tatsächlich vom unzulässigen Autoverkehr befreit werden kann, bezweifelt selbst die verantwortliche Dezernentin: „Ich wette mit Ihnen um ein Eis, dass die Autofahrer trotzdem durchfahren.“

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