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aus unserem Archiv vom 03. Juni 2009
Ort: Trier Kommentare: Kommentare zeigenDrucken  E-Mail

Wird Triers Polizeipräsident neuer HWK-Chef?

Bei der Neubesetzung des Chef-Sessels in der Trierer Handwerkskammer bahnt sich eine faustdicke Überraschung an: Nach TV-Informationen soll Triers Polizeipräsident Manfred Bitter (57) unter den verbliebenen fünf Bewerbern sein. Die Entscheidung fällt Anfang Juli.

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(sey/hw) Sucht der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch bald einen neuen Polizeipräsidenten für die Region Trier? Gut möglich. Denn der seit zehn Jahren amtierende Verwaltungsjurist Manfred Bitter wird nach Informationen unserer Zeitung als heißer Kandidat für den Hauptgeschäftsführer-Posten bei der Trierer Handwerkskammer (HWK) gehandelt. Der Job ist seit Anfang Dezember vergangenen Jahres unbesetzt. Damals verabschiedete sich der im Zuge des Skandals im HWK-Umweltzentrum beurlaubte langjährige Chef Hans-Hermann Kocks (63) nicht ganz freiwillig in den Ruhestand.

Der Job wurde neu ausgeschrieben, mehr als 90 Bewerbungen landeten auf dem Tisch von Kammer-Präsident Rudolf Müller und seinen Mitstreitern im Vorstand. Erst vergangene Woche sagte Müller dem TV, dass inzwischen nur noch fünf Bewerber übriggeblieben seien, die nun von einer Personalberatungsagentur noch einmal genauer unter die Lupe genommen würden.

Der HWK-Vorstand will angeblich nächsten Mittwoch darüber beraten, wer zu den Vorstellungsgesprächen geladen wird. Die endgültige Entscheidung über den Kocks-Nachfolger trifft Anfang Juli die 29-köpfige Vollversammlung.

Zwar werden die Namen der Top-Kandidaten vom Kammer-Präsidium noch behandelt wie ein Staatsgeheimnis. Doch der Name des aussichtsreichsten Kandidaten sickerte inzwischen durch: Manfred Bitter. Offenkundig sucht der 57-jährige promovierte Jurist noch einmal eine neue Herausforderung. Die hätte Déjà-vu-Charakter: Schon vor zehn Jahren übernahm der damalige Abteilungsleiter bei der Bezirksregierung als Polizeipräsident einen Job, in dem der Amtsinhaber über eine Affäre gestolpert war. Manfred Bitter brachte die Behörde wieder auf Vordermann und stellte den guten Ruf wieder her.

Finanziell würde sich der HWK-Job für Bitter lohnen. „Er bekäme deutlich mehr als die rund 7500 Euro monatlich, die er jetzt verdient“, sagt ein Insider.

Auf TV-Anfrage wollten sich gestern weder Bitter noch HWK-Präsident Müller zu der angeblichen Bewerbung äußern.



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