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aus unserem Archiv vom 26. Juni 2012
Autor: Ralf Kotschka Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Trier Drucken  E-Mail

Trier in alten Filmen: Mit Vollgas durch die Porta (Teil 1)

1909 hatte Peter Marzen sein erstes, stationäres Kino in der Brotstraße 36 eröffnet. Es trug den Namen "Central-Theater". 1914 besaß Trier schon 3 Kinos – die Konkurrenz reagierte. Da galt es für die Marzens, immer einen Schritt weiter zu sein.
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Selbst gedrehte, vor Ort aufgenommene Filme waren solch ein „Alleinstellungsmerkmal“.
Um die Jahrhundertwende besaßen nur wenige Menschen ein Automobil. Zu den frühen Autobesitzern in Trier gehörten innovative Geschäftsleute wie der Verleger Nikolaus Koch, aber auch der Filmpionier Marzen.

Man war mit modernen Techniken vertraut und erkannte früh das darin schlummernde Potenzial. Die Marzens hatten eine geradezu wahnwitzige Idee: sie stellten eine Filmkamera in ein Auto und – fuhren damit durch die Torbögen der Porta Nigra Richtung Bahnhof.

Die rasante Autofahrt unter Triers berühmten Wahrzeichen hindurch, wenn auch nur mit 25 km/h über holpriges Kopfsteinpflaster – war auf der Leinwand eine Sensation. Das gab es nur bei Marzen, das musste man gesehen haben.

Das Trierer Stadtmuseum Simeonstift zeigt in seinem Projektionsraum „Trier-Kino“ über 60 Trier-Filme. Für seine Sammlung sucht es aktuell weiteres historisches Filmmaterial über Trier. Alte Amateurfilme sind ebenso willkommen wie Filmrollen vom Speicher (keine Videos etc). Mitmachen und  Fundstücke abgeben: Adresse: Verwaltung des Stadtmuseums, Simeonstiftplatz 1, 54290 Trier, Mo-Fr., 9-12 Uhr an der Museumskasse abgeben!


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