region/rlp

19-Jähriger getötet: Leiche eines seit einem Jahr im Saarland Vermissten gefunden

(Zweibrücken/Saarbrücken) Ein seit fast einem Jahr vermisster 19-Jähriger aus dem Saarland ist vermutlich Opfer eines Tötungsdelikts geworden: Offenbar ist er an der Grenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz getötet worden. Der mutmaßliche Täter, ein Mann aus Zweibrücken, sitzt bereits in Untersuchungshaft.

11.08.2017
red/dpa

Seine Leiche sei am Donnerstag in einem Waldstück nahe des französischen Breidenbach, südlich der Grenze zu Deutschland, gefunden worden, teilte das Landespolizeipräsidium Saarland am Freitag mit. Es gebe nach aktuellem Ermittlungsstand kaum Zweifel daran, dass es sich bei der Leiche um den vermissten 19-Jährigen handele.

Der junge Mann war nach einer Party am 14. August 2016 verschwunden. Er hatte die Feier in Kleinblittersdorf mit einem 22-Jährigen verlassen, der im Zuge der Ermittlungen im Juli 2017 als mutmaßlicher Tatverdächtiger festgenommen wurde. Der Mann aus der Region Zweibrücken (Rheinland-Pfalz) soll sein Opfer bei einer Waldhütte an der Landesgrenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz in einem Auto erdrosselt haben. Den Leichnam soll er dann im Waldgebiet zwischen Zweibrücken und dem französischen Bitsch versteckt haben.

Gegen den Tatverdächtigen war bereits im Vorfeld ermittelt worden. Gegen ihn war daher im Juli Haftbefehl wegen Mordes erlassen, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Auf die Spur der Leiche wurde die Polizei aber erst durch die Aussage eines Zeugen gebracht: Er gab bei einer Vernehmung am Donnerstag an, den mutmaßlichen Mord und die Ablage der Leiche mitangesehen zu haben. Daraufhin suchte die Polizei mit französischen Kollegen das Waldstück ab und stieß auf die menschlichen

Überreste.