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11.08.2017

Frecher Sechstligist fordert Fürth

(Pirmasens/Kaiserslautern (dpa/lrs)) Aus ihrer Enttäuschung über das verpasste Wunschlos haben die Akteure des SV Morlautern nie ein großes Geheimnis gemacht. Auf Titelverteidiger Borussia Dortmund oder Meister Bayern München hatten sie als kleiner Sechstligist in der ersten Runde des DFB-Pokals gehofft.

Doch es wurde die SpVgg Greuther Fürth aus der 2. Fußball-Bundesliga. «Dann halt in der 2. Runde», schrieb der Amateurverein schnippisch auf Facebook. Vor der Partie, die am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) in Pirmasens ausgetragen wird, ist nun die Devise des Außenseiters: Wenn schon kein Traumlos, dann wenigstens noch ein weiteres Pokalspiel verdienen!

So äußerte es auch Heinz Pörtner, Vorstand des Vereins aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, gleich nach der Auslosung: «Die erste Reaktion war eine Enttäuschung. Es will jeder gegen Bayern München spielen oder gegen Borussia Dortmund. Aber wir sehen das Los jetzt als machbar, um vielleicht in der zweiten Runde einen attraktiven Gegner zu bekommen», erklärte er. Forsch statt bescheiden geht der Oberligist in das Spiel, das nur vorerst den Höhepunkt des Jahres darstellen soll. In einem vom Verein veröffentlichten Video zerreißt Kapitän Maurice Roth das Logo des Gegners Greuther Fürth. Mit entschlossenem Blick sagt er: «Wir machen kurzen Prozess.»