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Online-Petition will kleine Grundschulen in Rheinland-Pfalz erhalten

(Mörsdorf) Mit einer Online-Petition wenden sich Eltern gegen eine befürchtete Schließung kleiner Grundschulen in ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz. Davon könnten auch 14 Schulen in der Region Trier betroffen sein.

17.02.2017
dpa/red
Für das Projekt hat der Elternausschuss der Grundschule Mörsdorf (Rhein-Hunsrück-Kreis) innerhalb von acht Tagen  auf der Internetplattform „openPetition“ mehr als 2900 Unterschriften gesammelt. Ziel ist es mindestens 15 000 Unterzeichner zu finden, denn dann wird zu der Petition eine Stellungnahme des rheinland-pfälzischen Landtags eingeholt. 

Anlass sind Leitlinien zur Grundschulversorgung, die Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) Ende Januar vorgelegt hat. Demnach soll bei 41 kleinen Grundschulen geprüft werden, ob sie mit einem langfristig sichergestellten Unterrichtsangebot weitergeführt werden können. Das Schulgesetz sieht vor, dass es in jeder Grundschule für alle vier Klassenstufen mindestens eine Klasse geben muss. Ausnahmen sind möglich, waren bislang aber nicht genau bestimmt. 

„Die Angst der Eltern ist nachvollziehbar“, sagte Ministeriumssprecherin Ann-Kathrin Scheuermann am Freitag. Bei dem Entwurf gehe es vor allem darum, das Schulsystem verantwortungsvoll für die Zukunft aufzustellen. In dem geplanten Prozess der Überprüfung sollen alle Betroffenen gehört werden; auch soll die jeweilige Situation vor Ort berücksichtigt werden.

Nach der aktuellen Vorlage stehen 14 Grundschulen in der Region auf dem Prüfstand. Betroffen sind im Kreis Trier/Saarburg Schöndorf (15 Schüler), Trittenheim (29) und Greimerath (29), im Eifelkreis Bitburg/Prüm der Standort Auw der Grundschule Bleialf (33), Oberkail (36), Preist (37), Karlshausen (39), im Kreis Bernkastel/Wittlich Malborn (28), Morbach-Haag (30), Wintrich (31), Heidenburg (31), Monzelfeld (43) und in der Vulkaneifel Neroth (29) und Wallenborn (36). 
 

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