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Sprachentwicklung in Kita unabhängig vom Ausländeranteil

(Mainz (dpa/lrs)) Der Ausländeranteil in der Kita hat nach Angaben des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums keinen wesentlichen Einfluss auf die sprachliche Entwicklung von Kindern. «Kinder mit deutscher Familiensprache erfahren keine Entwicklungsnachteile in

13.10.2017

einer sprachlich und kulturell gemischten Kindergartengruppe», erklärte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) unter Berufung auf die bislang dazu vorliegenden Studien. Die Sprachentwicklung sei ein individueller Prozess, der bei jedem Kind unabhängig von einem möglichen Migrationshintergrund unterschiedlich verlaufe, heißt es in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der AfD.

Jedes fünfte Kita-Kind in Rheinland-Pfalz (20,6 Prozent) hat demnach eine andere Familiensprache als Deutsch. Bei nahezu drei Viertel der 2498 Kindertagesstätten (72,9 Prozent) liegt der Anteil der Kinder mit nicht-deutscher Familiensprache bei weniger als 25 Prozent. In 7,4 Prozent der Kitas sind mehr als die Hälfte der Kinder zuhause in einer anderen Sprache aufgewachsen. Für Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf gibt es eine zusätzliche Förderung. So können Kitas mit hohem Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund Mittel für eine zusätzliche Sprachförderkraft beantragen.