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Brutaler Raubüberfall auf Taxifahrerin: Polizei fahndet in der Region Trier nach dem Täter

(Hetzerath/Dachau) Nach einem Raubüberfall auf eine Taxifahrerin in Dachau (Oberbayern) führt eine Spur in die Region Trier. Das geraubte Taxi wurde kurz nach der Tat bei Hetzerath gefunden. Der mutmaßliche Täter hatte Benzin statt Diesel getankt und damit das Auto lahmgelegt.

11.03.2016
Wie die Polizei mitteilte, wurde das leere Taxi bereits am 15. Februar an der Autobahn A 1, kurz vor der Anschlußstelle Föhren, bei Hetzerath aufgefunden.

Zuvor hatte am Abend des 14. Februar eine Taxifahrerin in Dachau in Oberbayern einen Mann an einem Baumarkt aufgenommen. Auf einem Feldweg forderte er die Fahrerin auf, anzuhalten und bedrohte sie mit einem Messer. Die Fahrerin stieg aus und zog den Schlüssel ab. Der Täter stieg ebenfalls auf. Sofort forderte der Mann die Herausgabe des Fahrzeugschlüssels.

Als die Fahrerin sich weigerte, wurde sie mit dem Messer attackiert und erlitt dabei Schnittverletzungen an den Händen und Unterarmen. Der Täter nahm dann die Schlüssel an sich, startete das Taxi und fuhr Richtung Markt Indersdorf/Straßlach davon. Eine sofort eingeleitete Fahndung in Oberbayern verlief ergebnislos.

Kurze Zeit später tauchte das verlassene Taxi dann in Hetzerath auf. Der beige Daimler-Benz mit dem Kennzeichen DAH - S 760 stand unverschlossen und ungesichert auf dem Seitenstreifen in Fahrtrichtung Saarbrücken. Der Täter hatte offenbar zuvor an einer noch nicht bekannten Tankstelle Benzin statt Diesel getankt und war deshalb liegen geblieben.

Der Taxi-Räuber soll nach Polizeiangaben etwa 35 bis 40 Jahre alt, 1,75 Meter groß und schlank sein. Er hatte blonde bis dunkelblonde, knapp schulterlange Haare. Er trug zum Tatzeitpunkt eine schwarze Jacke, vermutlich eine Lederjacke, einen Pullover mit mehreren Farben und eine beige Stoffhose. Er sprach nur englisch mit der Fahrerin.

Die bei dem Raub ebenfalls abhanden gekommene Brieftasche der Taxifahrerin wurde am 15. Februar an der Bundestraße B 327 im Hunsrück bei Simmern aufgefunden und in Luxemburg bei der Polizei abgegeben.

Die Kriminalpolizeiinspektion Fürstenfeldbruck ist für den Fall zuständig. Die dortige Kripo fragt nun, wer zeitnah zur Entdeckung des Taxis an der A1 bei Hetzerath einen Anhalter mitgenommen hat, auf den die Personenbeschreibung passt oder sonst auffällige Beobachtungen gemacht hat, ebenso wer das Taxi an einer Tankstelle in der Umgebung gesehen oder sogar die falsche Betankung bemerkt hat.  Hinweise an die Polizei Fürstenfeldbruck, 08141/6120.

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