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CDU-Vorsprung schrumpft, Grüne müssen zittern: Kopf-an-Kopf-Rennen vor der Landtagswahl

(Mainz) Eine Woche vor der Landtagswahl zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen von CDU und SPD an. Und: Während die AfD sich stabilisiert, müssen die Grünen jetzt sogar noch um ihren Wiedereinzug bangen. Dossier zum Thema: Landtagswahl 2016

04.03.2016
Gerade einmal 8000 Stimmen oder schlappe 0,5 Prozentpunkte lagen die rheinland-pfälzischen Sozialdemokraten bei der Landtagswahl 2011 vor der CDU. Nun sieht es so aus, als könnte am übernächsten Sonntag ein ähnlich knappes Ergebnis ins Haus stehen. Nach zwei aktuellen Umfragen von Infratest Dimap und der Forschungsgruppe Wahlen hat sich der Abstand zwischen den regierenden Sozialdemokraten und der langzeitführenden CDU weiter verringert - auf nur noch ein bis zwei Prozentpunkte. Noch vor einem halben Jahr lag die CDU zehn Prozentpunkte vor der SPD.

Auffallend an den aktuellen Umfragen: Die lange Zeit auf der Stelle tretenden Genossen haben zugelegt - auf 34 Prozent. "Ein Erfolg der Personalisierungsstrategie, da Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ja immer noch deutlich beliebter ist als ihre CDU-Herausforderin Julia Klöckner", sagt der Mainzer Politikprofessor Kai Arzheimer.

Auch der Trierer Politikprofessor Uwe Jun führt den SPD-Aufwärtstrend auf die populäre Spitzenkandidatin zurück. Malu Dreyer sei eindeutig das Zugpferd.

Dagegen lahmt der Gaul bei den rheinland-pfälzischen Grünen. Sie liegen bei sechs bis sieben Prozent und müssen damit sogar um den Wiedereinzug in den Mainzer Landtag bangen. Auch für FDP (5-6 Prozent) und Linke (4 Prozent) wird es eng, während die AfD (9-10 Prozent) sicher im nächsten Landtag vertreten sein dürfte. sey

Standpunkt: Endspurt - Politikkrimi um drei Landtagswahlen


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