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Mehrere Verletzte nach Unfällen auf eisglatten Straßen in der Region - Sattelzug stürzt bei Prüm Hang hinab

(Trier/Prüm) Glatteis hat in Rheinland-Pfalz und im Saarland in der Nacht zum Samstag zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Bei Rommersheim in der Eifel kam ein spanischer Sattelzug von der Straße ab, der Fahrer wurde schwer verletzt. Andere Unfälle in der Region verliefen glimpflicher. Es blieb meist bei Blechschäden, fünf Menschen erlitten laut Polizei leichte Verletzungen.

23.01.2016
Redaktion/dpa/Fritz-Peter Linden/Agentur Siko
Sattelzug rutscht auf glatter B 51 bei Prüm in Böschung - Drei Verletzte

Auf den Straßen in der Region Trier hat es in der Nacht mehrere Unfälle wegen Glatteis gegeben. Nach Polizeiangaben wurden hierbei zwei Menschen schwer und drei leicht verletzt. Der schwerste Unfall ereignete sich gegen 00:30 Uhr Samstag Nacht auf der B 51 bei Rommersheim in der Eifel.

Hier kam ein mit Milchprodukten beladener Sattelzug  in einer Kurve von der vereisten Fahrbahn ab, durchbrach eine Mauer und die Leitblanken und stürzte etwa zehn Meter tief in eine Böschung.

Fahrer und Beifahrer konnten sich schwer verletzt aus dem Führerhaus befreien und kamen ins Krankenhaus.

Der Sturz war so heftig, dass der Tank abriss und der Inhalt ins Freie lief. Die Feuerwehr sicherte den 40-Tonner ab und streute die Fahrbahn mit Bindemittel aus. Auch die Rettungskräfte hatten starke Probleme aufgrund des Eisregens.

Die Einsatzstelle wurde großflächig mit Salz abgestreut. Ein Feuerwehrmann stürzte hierbei schwer und mussteebenfalls in ein Krankenhaus gebracht werden. Die B51/ B410 Überleitung in Richtung Köln ist voll gesperrt, wie lange die Sperrung noch andauernd wird und wann der Lastwagen geborgen werden kann, steht noch nicht fest.

Im Einsatz war die FEZ Prüm, die Feuerwehren Prüm, Niederprüm, Weinsheim und Gerolstein. Ferner das DRK mit drei Rettungswagen und Notarzt, sowie die Polizei. Den Sachschaden an Zugmaschine, Auflieger und Ladung schätzen die Polizeibeamten auf 200 000 Euro.

Eisglätte: Sattelzug kracht gegen Leitplanke

Nur wenige Stunden später kam es zu einem weiteren Unfall bei Prüm. Kurz hinter der Anschlussstelle Brühlborn, in Richtung A 60, krachte gegen 11.30 Uhr ein bulgarischer Sattelzug aus ungeklärter Ursache in die Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt, aber der Tank des Transporters riss auf, jede Menge Dieselkraftstoff liefen aus. Ob die Straßenmeisterei das befallene Erdreich ausbaggern lassen muss, stand zunächst noch nicht fest.

Erst am Dienstag, 12. Januar, war auf der B51 bei Stadtkyll ein niederländischer Möbeltransporter verunglückt – der LKW war in einer lang gezogenen Linkskurve geradeausgefahren. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.  Am vorigen Sonntag geriet an der Anschlussstelle Olzheim ein mit Eisbergsalat beladener Sattelzug aus Spanien in den Graben: Der Unfall geschah auf schneebedeckter Fahrbahn gegen 5.50 Uhr. Der Fahrer blieb unverletzt, der Sattelzug musste mit einem Kran geborgen werden (der TV berichtete).  

Auf glatter Fahrbahn kam am Freitagabend auf der A 1 zwischen Mehring und Reinsfeld ein Autofahrer mit seinem Mercedes ins Schlingern. Der Wagen schleuderte über die Fahrbahn, überschlug sich und blieb dann auf dem Grünstreifen auf den Rädern stehen. Der Fahrer blieb unverletzt. 

Hunderte Unfälle auf glatten Straßen in Deutschland

In Rheinland-Pfalz seien mehr als 100 Unfälle registriert worden, teilte das Polizei-Lagezentrum in Mainz am Samstag mit. Im Saarland registrierte die Polizei mehr als 20 Glatteis-Unfälle. Insgesamt wurden 9 Menschen verletzt. 8 von ihnen waren Fußgänger. Der Deutsche Wetterdienst hob für beide Länder die Warnung vor Glatteis wieder auf.


Blitzeis und Schnee haben bundesweit zu Hunderten Unfällen geführt. Erhebliche Probleme gab es seit dem späten Abend vor allem im Südwesten und Osten. Dutzende Menschen wurden verletzt, die meisten nur leicht.Vielerorts in Deutschland wurden nach Unfällen Autobahnen zeitweise gesperrt. Mit Kranwagen wurden umgekippte oder in Böschungen gerutschte Lastwagen geborgen. In Stuttgart wurde ein Auto aus dem Neckar geholt. Im Zugverkehr gab es dagegen nach Angaben der Deutschen Bahn zunächst keine Probleme.
 

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