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Raketenwarnung? Na und! - Spangdahlemer Militärs reagieren gelassen auf peinliche Computerpanne

(Spangdahlem) Peinliche Panne am Valentinstag auf dem US-Militärflugplatz Spangdahlem in der Eifel: Eine zu Testzwecken verschickte Raketenwarnung („Rakete im Anflug. Sofort Schutzraum aufsuchen!“) erschien am Dienstagnachmittag versehentlich auf sämtlichen an das interne Computersystem angeschlossenen Bildschirmen.

16.02.2017
Von Rolf Seydewitz
Ursprünglich sollte die rot eingefärbte Alarmmeldung („Inbound Missile“) nur auf einem Computerbildschirm zu sehen sein, sagte ein Sprecher des US-Flugplatzes auf Anfrage unserer Zeitung. Über ein spezielles Notfall-Alarmierungssystem sei die Meldung dann aber versehentlich an alle Computer verschickt worden. 
Nach acht Minuten wurde die Falschmeldung korrigiert. Auf sämtlichen Computerbildschirmen erschien – dieses Mal blau unterlegt – die amtliche Entwarnung. „Bitte ignorieren Sie die Raketenwarnung und setzen Sie Ihre reguläre Arbeit fort“, hieß es darin sinngemäß.

Die Aufregung unter den Airforce-Angehörigen schien sich ohnehin in Grenzen gehalten zu haben. Von größeren Schutzmaßnahmen auf der Airbase wurde jedenfalls nichts bekannt. Im Gegenteil: Über soziale Netzwerke wurde das Foto der falschen Raketenwarnung umgehend mit einem sogenannten Emoji (siehe Foto) verbreitet, und auch der Karikaturist einer US-Militärzeitung beschäftigte sich ironisch mit dem falschen Alarm. Auf die Frage, was die Verantwortlichen unternommen hätten, wenn es sich um eine reale Warnung gehandelt hätte, antworteten die Militärs wenig aussagekräftig: „Für den Fall eines echten Notfalls sind unsere Mitarbeiter ausgebildet, um entsprechend zu reagieren“, hieß es sinngemäß auf unsere Anfrage. 

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