Der Ortsgemeinderat Irsch sieht sich in den nächsten Jahren mit dem Großprojekt der Ortsstraßensanierung konfrontiert. Eine Prioritätenliste soll erstellt werden. Die Kindertagesstätte (Kita) verursacht weitere Kosten mit dem Austausch der Deckenverkleidung. Nur der Wald wirft erstaunliche Gewinne ab.
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Irsch. Das Erfreuliche zuerst: Statt der vorhergesagten 5400 Euro holte Förster Stefan Riss fast das Zehnfache, 55 800 Euro, aus den 160 Hektar Irscher Wald heraus. Die guten Preise, die für Holz derzeit gezahlt werden, machten es möglich. Für 2012 ist ein Überschuss von 16 600 Euro geplant.
Damit war mit den Einnahmen bei der jüngsten Ortsgemeinderatssitzung in Irsch auch schon Schluss. Kaum ist die Runderneuerung der Schule abgeschlossen, gehen die Reparaturen im gegenüberliegenden Gebäude der Kindertagesstätte weiter, das ebenfalls der Ortsgemeinde gehört.
Hier saßen die Deckenverkleidungen so locker, dass sie ersetzt werden müssen, Dach und Fenster sind undicht, und das Personal, immerhin 18 Erzieherinnen, braucht einen Raum, der groß genug ist, damit alle gemeinsam eine Besprechung abhalten können. Ein Planer soll nun die Kosten für dieses Gesamtpaket ermitteln.
Die dürften im Vergleich zu einem anderen Irscher Großprojekt, der Sanierung der Gemeindestraßen, überschaubar sein. An drei Wochenenden schauten sich Ratsmitglieder die Risse und Schlaglöcher an. Ein "Fotoalbum", das jedem Ratsmitglied vorliegt, dokumentiert die Schäden.
Ratsmitglied Hans-Albert Goergen (CDU) erinnert an den Investitionsplan aus dem Jahr 2009, in dem bereits die Zerfer Straße und die Straße In der Alten Mühle zur Sanierung vorgesehen waren.
"Wir haben die Sanierung schon mehrere Male verschoben, weil kein Geld da war, vor allem wegen der Schulsanierung", bedauert Ortsbürgermeister Jürgen Haag. Tatsächlich ist die Ortsgemeinde, vor allem wegen dieser Investition von rund einer halben Million Euro, tief in die roten Zahlen gerutscht. "Wir haben derzeit 1,57 Millionen Euro Schulden", teilt Haag dem Rat mit. Das bedeutet eine Pro- Kopf- Verschuldung von 1037 Euro.
"Erst sollten die Abwasserkanäle und Wasserleitungen von den Verbandsgemeindewerken überprüft werden", findet Günter Britten (FWG). Ortschef Haag will das komplette Leitungssystem überprüft haben, um festzustellen, wo es fehlerhaft ist und ob die Rohre auch starke Regenfälle möglichst ohne Überflutungsgefahr auffangen können.
"Auch die Wasserleitungen sind sehr alt", bedauert Haag. Jetzt will sich der Rat zusammensetzen, um festzulegen, welche Straße am ehesten eine Reparatur nötig hat. In Bürgerversammlungen wird über die Planungen und den Sachstand informiert, denn es werden auch Anliegerbeiträge fällig. "Wir werden Rede und Antwort stehen", verspricht Jürgen Haag. doth
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