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Die Saarburg brennt für Literatur und Musik

Festival will sich dauerhaft etablieren - Forum für Autoren und Künstler - 700 Besucher

(Saarburg) Zehn Schriftsteller, fünf Nachwuchsautoren, acht Musiker und Bands sind beim zweiten Literatur- und Musikfestival in Saarburg aufgetreten. 700 Besucher haben regional und national bekannte Künstler getroffen.

01.09.2014
Alexander Schumitz

MP3: Franziska Wonnebauer


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MP3: Frank P. Meyer


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MP3: Petra Horst


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Saarburg. Die Saarburg ist statt im üblichen grell-weißen Scheinwerferlicht in rot-gelbes Licht eingetaucht. Sie scheint zu brennen. Immer wieder wechseln die Farben, mal ist die mittelalterliche Anlage in mythisch-anmutendem Blau, mal in unschuldigem Weiß angestrahlt.
"Toll, wie die Burg hier ausgeleuchtet ist", sagt Jürgen Dixius, Bürgermeister der Stadt Saarburg. Das Farbspektakel war Teil des Saar-Hunsrück-Literatur- und Musikfestivals, das am Wochenende erstmals in Saarburg gastierte.
Die Veranstaltung ist Bühne für regional und national bekannte Autoren und Musiker. Sie nutzen die Chance, sich auszutauschen, nehmen aber auch die Gelegenheit wahr, ihre Fans zu treffen. So nimmt sich der frühere Tatort-Ermittler Ingo Naujoks nach seiner Teufelsshow die Zeit, sich mit seinen Fans zu treffen, Foto und Autogramm inklusive. Frank Jöricke, Autor des Buches "Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage", nutzt die Gelegenheit, sich mit Naujoks weiter über ein gemeinsames Buchprojekt zu unterhalten.
Aber auch an anderen Stellen ist immer wieder zu sehen, wie die Schriftsteller ihre Köpfe zusammenstecken und die eine oder andere Idee für ihren nächsten Roman austauschen.
Petra Horst, Franziska Wonnebauer und Frank P. Meyer genießen die Festival-Atmosphäre. Die drei Gewinner des diesjährigen Saar-Hunsrück-Literaturpreises freuen sich über diese Anerkennung für ihre jüngsten Werke.

Neue Ideen und eine Pause


Während die Jugendbuchautorin Horst und der ehemalige Trierer Stadtschreiber Meyer schon neue Romanideen verfolgen, macht die 13-jährige Franziska Wonnebauer erst mal eine Schreibpause. "Ich weiß noch nicht, ob ich an meiner Reihe The Peppermints weiterschreibe", sagt sie im TV-Gespräch (siehe Extra).
Mit dem Festival sehr zufrieden ist Tim Kohley. Der Vorsitzende des Vereins Literatur on Tour, der die Veranstaltung organisiert, sagt: "Das Feedback der Autoren, Künstler und Gäste zu den beiden Tagen ist durchweg positiv. Auch das Konzept, bei der Bewirtung auf regionale Produkte zu setzen, ist voll aufgegangen."
Die Planungen für das nächste Festival sind bereits angelaufen. Kohley will mit der Veranstaltung im nächsten Jahr wieder auf die Saarburg kommen. "Der Rahmen stimmt, und die Kooperation mit der Stadt war in diesem Jahr sehr gut", sagt der Ortsbürgermeister von Mandern (Verbandsgemeinde Kell am See). Auch die Stadt Saarburg habe signalisiert, dass sie an einer dauerhaften Kooperation mit dem Literaturverein interessiert sei.
Extra
Mit ihrem dritten Buch hat die 13-jährige Franziska Wonnebauer am Wochenende ihren ersten Literaturpreis als junge Jugendbuchautorin gewonnen. Es heißt "The Peppermints auf großer Tour". Franziska Wonnebauer erzählt darin die Geschichte von fünf Freundinnen, die gerne Pfefferminztee trinken und sich deshalb The Peppermints nennen. Sie fliegen erst nach New York zu einer Hochzeit und anschließend nach Frankreich. Die Clique ermittelt in einem Fall, in dem es um Drogen und Alkohol geht. Die Peppermint-Stories richten sich an Leser zwischen neun und 13 Jahren. Ob es einen vierten Teil aus der Reihe geben wird, weiß Franziska noch nicht. itz