850 Euro sind beim Benefizkonzert für die Restaurierung der Orgel in der Kirche Taben-Rodt zusammengekommen. Gestaltet haben es die Sopranistin Myriam Speck und die Kantorin Carola Mäcke. Mindestens 50 000 Euro werden benötigt, um das Instrument wieder in einen guten Zustand zu versetzen.
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Kantorin Carola Mäcke begleitet die Saarburger Sopranistin Myriam Speck beim Wohltätigkeitskonzert. TV-Foto: Herbert Thormeyer
Taben-Rodt. St. Quiriakus und Auctor, die beiden Schutzpatrone der Pfarrkirche Taben-Rodt, müssen bereits seit längerem weghören, wenn die Orgel ertönt. Der Klang ist in den vergangenen Jahren immer schlechter geworden. Das Instrument muss restauriert werden, hat sich der Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde fest vorgenommen.
Mit dem Konzert von Sopranistin Myriam Speck, die Kantorin Carola Mäcke im Bürgerhaus bei weltlichen wie sakralen Werken am Keyboard begleitete, kamen die ersten 850 Euro an Spendengeld von rund 100 Zuhörern zusammen. "Wir werden die Kosten auf 50 000 Euro begrenzen", sagt der Vorsitzende des Pfarrverwaltungsrates, Dechant Klaus Feid. Es hätten sich so viele Misstöne in den Klang eingeschlichen, dass mittlerweile die Würde eines Gottesdienstes beeinträchtigt werde.
"Manche Töne fehlen ganz", bemängelt Kantorin Mäcke. Auch der Laie sieht den beiden Manualen an, dass ein paar Tasten unbrauchbar sind. "Ich habe mir eine Technik angewöhnt, drumrum zu spielen", erklärt die Musikerin. Für die Begleitung eines Gottesdienstes sei das gerade noch vertretbar. Normale Musik oder sogar große Werke seien mit dieser Orgel nicht mehr spielbar, und ein fremder Organist, der das nicht weiß, tappe voll in die Falle.
Die Pfarrkirche St. Quiriakus und Auctor hat schlimme Zeiten hinter sich. Nach den Zerstörungen durch den Krieg war Geld für eine Orgel erst 1967 da. "Schon damals ist am Instrument gespart worden", weiß der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende Bernd Heinz. Erschwerend komme hinzu, dass die Innenrenovierung des Gotteshauses erst vor vier Jahren abgeschlossen wurde. Sie verschlang einen sechsstelligen Betrag.
Warten, bis der letzte Blasebalg die Luft durchlässt und alle Gelenke so viel Spiel haben, dass noch mehr Tasten ohne Verbindung zu den Pfeifen bleiben, wollen die Pfarreiverwalter nicht. "Die Sammlung und die Restaurierung werden rund zwei Jahre dauern", schätzt Heinz. Angebote namhafter Orgelbaufirmen wurden eingeholt. Fachleute wie der Trierer Domorganist Josef Still werden zur Beurteilung der Angebote eingeschaltet. "Zuschüsse vom Bistum gibt es jedoch keine", bedauert Pfarrverwalter Heinz.
"Für dieses Instrument haben die Vorfahren lange gearbeitet. Ihnen sind wir es schuldig, es der Nachwelt zu erhalten", findet Dechant Feid. Und deshalb werden noch viele Wohltätigkeitsveranstaltungen folgen. Neben Konzerten des Musikvereins und des Kirchenchores, deren Termine noch nicht feststehen, sollen Veranstaltungen wie das Pfarrfest am 9. September Geld für die Orgel zusammenbringen. doth
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Die Orgel der Pfarrgemeinde Taben-Rodt wurde 1967 von der Trierer Orgelbaufirma Sebald gebaut. Sie verfügt über zwölf Register, die sich auf zwei Manuale sowie das Pedal verteilen. Zur Klangerweiterung zählen drei Koppeln, jedoch keinerlei weitere Spielhilfen wie beispielsweise freie Kombinationen der Setzeranlage. doth
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