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aus unserem Archiv vom 15. April 2010
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Schnelles Internet vom Sendemast

Mal schnell im Internet etwas nachschauen funktioniert im Saarburger Stadtteil Kahren nicht so einfach. Die Verbindung ist zu langsam, da kein DSL verfügbar ist. Deshalb wird jetzt über Versorgung per Richtfunk diskutiert.

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Saarburg-Kahren. (cju) "Ein Breitband-Kabel nach Kahren wird es nicht geben", erklärt Ortsvorsteher Reiner Glosse bestimmt während der Bürgerversammlung zur DSL-Versorgung im Saarburger Stadtteil. Der Grund: Die Kosten für die Verkabelung durch die Telekom seien zu hoch.
 
Eine Lösung sieht Glosse in dem privaten Funknetz-Betreiber Telecab. Dieser verspricht seinen Kunden Netz-Leistungen, die mit kabelgebundenem DSL vergleichbar sind. Der einzige Unterschied sind horrende Gebühren. Rund 40 bis 50 Euro mehr müssen Privatnutzer im Vergleich zu anderen DSL-Angeboten zahlen. Um dies zu vermeiden und wettbewerbsfähig zu werden, gäbe es eine konkrete Möglichkeit, erklären Karlhans Peifer und Bernd Krewer, Gebietsvertretung der Firma Telecab. Bei einer Finanzierung über die Gemeinde würden sich die Kosten senken, da die Firma eine Garantie erhalte, dass sich eine Mindestzahl an Nutzern fände.
 

Telecab: Zwei Antennen können Problem lösen


 
Was Telecab anbietet, ist Internet per Richtfunk. Vom Schodener Sendemast aus könne jede naheliegende Gemeinde - selbst bei einer Entfernung von 40 bis 60 Kilometern - ein Signal empfangen. Schon ein bis zwei Richtfunkantennen könnten das Problem fehlendes DSL in Ortschaften beheben. In Kahren könne sogar jedes Haus vom Mast selbst Funkempfang erhalten.
 
Skepsis wird den Telecab-Vertretern nur wenig entgegen gebracht. Lediglich zwei Bürger fragen kritisch nach. Einer hatte sich im Vorfeld im Internet informiert und schlechte Bewertungen entdeckt. Kritik, die die Gebietsvertreter schnell abwiegeln. Ob mit Erfolg, bleibt offen. Zumindest Ortsvorsteher Glosse scheint die Richtfunk-Möglichkeit zu überzeugen, um seinen Bürgern schnelles Surfen zu ermöglichen. "Die neue Technologie wird unsere Probleme auf lange Sicht hin lösen", betonte er. Für ihn scheint die Kooperation mit Telecab die einzige Möglichkeit für einen flächendeckenden Internetzugang in Kahren. Jetzt gelte es nur noch das Konzept der Firma abzuwarten.


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