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Übergriffe in Regionalzug: Männer sollen Mädchen sexuell belästigt haben

(Saarburg/Serrig/Merzig) Zu zwei Übergriffen auf Schülerinnen soll es am Freitagnachmittag in Nahverkehrszügen zwischen Saarburg und Merzig gekommen sein. Laut Bundespolizei waren eine 13- und eine 17-Jährige betroffen. In beiden Fällen soll ein Englisch sprechender Mann zudringlich geworden sein. Die Bundespolizei schließt nicht aus, dass es sich um denselben Täter handeln könnte.

11.01.2016
Marion Maier
Zwei Fälle von Belästigung am Freitagnachmittag in verschiedenen Zügen, beide auf der Bahnstrecke Saarburg – Merzig nur in umgekehrter Richtung – dies hat die Bundespolizei gestern gemeldet. So haben die Betroffenen der Polizei das Geschehen geschildert:

!Erster Fall: Eine 13-Jährige fährt zusammen mit einer Freundin um 14.25 Uhr mit dem Zug von Saarburg nach Serrig. Zwei junge Männer sprechen die Schülerinnen im Zug an, der eine spricht Englisch, der andere Französisch. Einer der beiden hält der 13-Jährigen die Hand an die Wange, um ihr zu zeigen, dass seine Hände kalt sind.
Danach beugt er sich nach vorne, schiebt seinen Arm zwischen Sitz und Rücken des Mädchens und umfasst ihre Taille. Sie wehrt sich, wie sie der Bundespolizei anschließend schildert.
Die Männer nehmen den Schülerinnen die Handys ab, doch ihnen gelingt es, die Geräte umgehend wieder zurückzuholen. Die beiden Mädchen steigen am Serriger Bahnhof aus, die Männer fahren laut Aussage der Mädchen weiter.

!Täterbeschreibung im ersten Fall: Der Mann, der laut Bundespolizei zudringlich wurde, soll etwa 25 Jahre alt und rund 1,70 Meter groß sein. Dunkle Kleidung, dunkle, kurze Haare, Dreitagebart lautet die weitere Beschreibung. Der zweite Mann soll ebenfalls 25 Jahre alt sein. Seine Größe wird mit 1,75 Meter beschrieben. Er soll ebenfalls dunkle Kleidung getragen haben und Brillenträger sein.

!Zweiter Fall: Eine Stunde später gegen 15.25 Uhr steigt eine 17-Jährige am Bahnhof Merzig in den Zug nach Saarburg ein. Ein Mann, der ihr bereits am Bahnhof aufgefallen ist, weil er sich dort zusammen mit einem weiteren Mann mit einer Klassenkameradin unterhalten hat, nimmt ihr gegenüber unter einem Vorwand Platz. Er zeigt seine Fahrkarte und will angeblich auf Englisch wissen, wo er aussteigen muss. Er nennt seinen Namen: „Achmet“. Noch bevor die Schülerin antworten kann, fährt ihr der Mann laut Bundespolizei mit seiner rechten Hand zwischen die Beine. Obwohl sie sich wehrt, berührt der Mann auch ihre Brüste. Die Schülerin stößt den Angreifer von sich, ruft um Hilfe und rennt davon.
Drei Frauen, die die Hilferufe hören, kommen der Schülerin entgegen. Sie setzt sich schließlich zu ihnen. In Saarburg steigt sie aus und wird weiter von dem Mann verfolgt. Eine Freundin erwartet sie am Bahnhof. Zügig steigt sie zu ihr ins Auto, die beiden fahren davon.

!Täterbeschreibung im zweiten Fall: Die Schülerin beschreibt den Täter als zwischen 19 und 25 Jahren alt, 1,75 Meter groß, muskulös, südländisches Aussehen, Dreitagebart, dunkle Haare und dunkle Kleidung.
Weil die Beschreibung der im ersten Fall stark ähnelt, geht die Bundespolizei davon aus, dass es sich um den gleichen Täter handeln könnte. 

!Konkreter Zeugenaufruf: Die Bundespolizei ermittelt in beiden Fällen und sucht dringend Zeugen. Insbesondere die Aussagen der drei Frauen, die dem Mädchen zu Hilfe gekommen sind, könnten wichtig sein. Ein zeitungslesender Mann im gleichen Abteil des Zuges könnte laut Bundespolizei ebenfalls hilfreiche Hinweise geben. Die Bundespolizei bittet um Hinweise an die kostenfreie Servicerufnummer 0800/6888000 oder unter 0651/9984 9364.

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