region/saarburg
24.10.2014

Eine vielgenutzte Alternative

In der Hunsrückgemeinde Mastershausen (Verbandsgemeinde Kastellaun) mit rund 1000 Einwohnern ist der Bestattungswald eine gefragte Alternative zum herkömmlichen Friedhof. Laut Verwalter Helmut Schmitz hat die Gemeinde innerhalb eines Jahres 160 Grabstellen im Ruhehain vergeben, die meisten werden allerdings noch nicht genutzt.

Schmitz: "Wir haben vor allem Vorsorgeverträge abgeschlossen." Die Investitionskosten von rund 50 000 Euro haben sich für Mastershausen mittlerweile fast amortisiert. Allerdings fährt die Gemeinde ein besonderes Modell. Sie bezahlt die beiden Verwalter - ein Mann und eine Frau, die die Trauernden zusätzlich zum Bestatter beraten - nach Aufwand, doch räumt Schmitz ein: "Wir machen auch vieles ehrenamtlich. Es geht uns nicht so sehr um das Geld. Ein guter Draht zu den Menschen ist wichtig."

Einheimische wenig interessiert


Dennoch empfiehlt der Verwalter auch anderen Kommunen, den Bestattungswald selbst zu leiten, damit es für die Betroffenen nicht so teuer wird.
Bislang zeigten die Einheimischen laut Schmitz noch wenig Interesse am Ruhewald, doch habe es bei dessen Einrichtung auch keine Diskussionen gegeben. Die Nutzer kämen aus einem Umkreis von etwa 50 Kilometern in den Hunsrück - von der Eifel wie von Mainz. Allerdings hätten auch Franzosen, Schweizer und Österreicher sich bereits ein Plätzchen reserviert. Sie seien meist durch ihren Urlaub vor Ort darauf gekommen.
Schmitz beschreibt seine Kunden als eher nicht-konservativ. Darunter seien einige Menschen, die alleine lebten und deren Kinder weit weg wohnten. Auch viele Naturliebhaber wollten im Ruhewald bestattet werden oder diejenigen, die eine kirchliche Bestattung ablehnten. mai