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Fette Party am fetten Donnerstag: Zentrale Fete von Exhaus und Mergener Hof in der BBS-Aula mit zwei DJs

(Trier) Die Stadt bietet wie in den Vorjahren auch am kommenden Weiberdonnerstag jungen Menschen einen Rahmen zum Feiern an, der gleichzeitig Alkoholexzesse wie 2012 von Anfang an verhindern soll. Exhaus und Mergener Hof ("Miez") laden dazu in die Aula der Berufsbildenden Schulen.

02.02.2016
Frank Göbel
Federführend in Planung und Ausführung sind die Jugendzentren Exhaus und Mergener Hof: Dass man dort weiß, wie man trotz pädagogischer Hintergedanken ordentlich feiert, haben die Einrichtungen bei den zentralen Partys an den vergangenen beiden Weiberdonnerstagen bewiesen. Allerdings sind beide Häuser aufgrund nicht erfüllter Brandschutzbestimmungen nicht in der Lage, den zu erwartenden Andrang auch nur ansatzweise zu stemmen.

Das ist aber nicht der einzige Grund für die Party an den Berufsschulen, erklärt der Streetworker Cornelius Günther vom Exhaus: "Unsere Philosophie ist, dass die Straßenfastnacht - und dazu gehört auch Weiberfastnacht - in die Innenstadt gehört und nicht in die Randlage. Und in der liegt das Exhaus nun mal, auch bei den geringen Entfernungen in Trier."

Eine Trennung der Partywilligen in Unter- und Über-16-Jährige, wie sie 2014 einmal praktiziert wurde, ist nicht möglich, werde aber auch gar nicht mehr angestrebt: "Das ist ja ziemlich schiefgegangen", sagt der Pädagoge Jörg Hunold vom Mergener Hof, wo seinerzeit die Jüngeren gefeiert haben. "Bei uns war damals ziemlich tote Hose. Für die Jugendlichen ist es ja auch ziemlich blöd, wenn ihre Cliquen so auseinandergerissen werden."

Um beim Ausschank von Alkohol die Einhaltung der Gesetze zu gewährleisten, wird auf eine bewährte Lösung gesetzt: Über Bändchen am Handgelenk kann das Thekenpersonal schnell erkennen, wer alt genug ist für Bier oder Mixgetränke. Und härtere Sachen gibt es sowieso nicht. "Außerdem sind unsere Leute speziell geschult, um frühzeitig zu erkennen, wenn jemand einfach genug hat", sagt Streetworker Günther.

Andreas Peters, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK), findet es "gut, dass die jungen Leute wieder eine zentrale Anlaufstelle haben, wo sie feiern können und sie nicht in einzelnen Gruppen durch die Stadt stromern müssen." Auf dem Hauptmarkt wird bis 16 Uhr gefeiert. "Wir werden dort auch kommunizieren, dass es in der BBS-Aula nahtlos weitergeht", kündigt Peters an.

Rund 640 Menschen dürfen gleichzeitig in die Aula - alle anderen werden zunächst von den Security-Mitarbeitern abgewiesen. Dieser Umstand bereitet Exhaus-Leiter Hilger Hoffmann leichtes Unbehagen: "Da haben wir natürlich weniger Einfluss darauf, wie die, die nicht reinkommen, sich vor der Tür oder irgendwo in der Stadt benehmen und wie viel sie da trinken."

Zumindest rund um die BBS werden gröbere Exzesse aber wohl ausbleiben - dafür wird neben einem privaten Sicherheitsdienst auch die Polizei sorgen: Fast 200 Polizisten werden am Donnerstag im Einsatz sein, darunter erstmals 20 Beamte mit Körperkameras (der TV berichtete). Weitere Videoüberwachung soll an neuralgisch wichtigen Punkten - wie der BBS-Aula - für Sicherheit sorgen.

Mit Sicherheit für gute Stimmung sorgen werden in der BBS-Aula die DJs Cherry und ZweihandMusik. Am Imbissstand gibt es Burritos, am Tresen kostenlosen Sprudel. Der Eintritt kostet drei Euro. Die Besucher sollten ihre Ausweise nicht vergessen. Rein kommt man ab 14 Jahren, alle unter 16 brauchen aber einen "Muttizettel", wie er etwa unter www.partyzettel.de zu finden ist. Ende der Veranstaltung ist um 22 Uhr. 

 

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