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1500 Kontrollen, 125 Straftaten, 76 Platzverweise, 29 Blutproben

Polizeipräsidium Trier zieht Bilanz der Fastnachtstage - Videokonzept kommt auch beim Nachholtermin des Trierer Umzugs zum Tragen

(Trier) Beamte des Polizeipräsidiums Trier haben von Weiberdonnerstag bis Veilchendienstag 125 Straftaten mit Bezug zur Fastnacht aufgenommen. Das Gros der Delikte waren Körperverletzungen, die nach Angaben der Ermittler fast alle in Zusammenhang mit Alkoholkonsum standen.

10.02.2016
Trier. Mit der vorläufigen Fastnachtbilanz ist die Polizei im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Trier "zufrieden", auch wenn das Wetter den Narren das Feiern erschwert habe. Vorläufig, da der abgesagte Trie rer Rosenmontagszug am Samstag, 13. Februar, ab 19.11 Uhr nachgeholt wird.
Bei den Einsätzen im Zusammenhang mit Fastnachtsveranstaltungen kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt rund 1500 Menschen. 76-mal sprachen die Beamten einen Platzverweis aus, um Eskalationen zu verhindern. In 29 Fällen habe die Polizei dies nur gewährleisten können, in dem sie hilflose oder gänzlich uneinsichtige Menschen in Gewahrsam genommen habe. Meist seien diese, nachdem sie ihren Rausch ausgeschlafen hatten, wieder entlassen worden.
Trotz der vielen Bitten und Warnungen, nach dem Genuss von Alkohol das Auto stehen zu lassen, mussten 29 Kraftfahrer mit zur Blutprobe. Gegen sie wurden entsprechend Straf- und Bußgeldverfahren eingeleitet.
Im Zusammenhang mit Fastnachtsfeiern wurden sechs Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes von sexuellen Übergriffen eingeleitet. In gleich drei Fällen, die in Veldenz (Kreis Bernkastel-Wittlich) angezeigt wurden, ergaben die ersten Ermittlungen, dass es sich nicht um Sexualstraftaten handeln dürfte (der TV berichtete zuletzt am 10. Februar).

15 Angriffe auf Polizisten


Aber auch die Beamten selbst seien von Attacken nicht verschont geblieben. Sie seien in 15 Fällen Opfer von meist angetrunkenen Tatverdächtigen geworden, die Widerstand geleistet, die Polizisten bedroht, beleidigt oder verletzt hätten. Neunmal sprang die Polizei ihren Kollegen vom Hilfs- und Rettungsdienst zur Seite und nahm hierbei drei Strafanzeigen auf. Insgesamt verzeichneten die Beamten 125 Straftaten.
Die seit Jahren in Zusammenarbeit mit den Jugendämtern organisierten Jugendschutzkontrollen haben sich nach Auffassung der Polizei ebenfalls bewährt. Letztlich seien nur drei Minderjährige aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums in Obhut genommen und zu ihren Eltern gebracht worden.
Das in dieser umfassenden Form erstmals umgesetzte Videokonzept ist aus Sicht der Polizei aufgegangen. "Besonders an Weiberfastnacht konnten die Beamten an den Monitoren die Einsatzkräfte so zielgenau dirigieren, dass sie Aufschaukelungsprozesse frühzeitig ausmachen und durch präventive Ansprachen vor Ort deeskalieren konnten", erklärt Polizei-Pressesprecher Uwe Konz. "Die eigens angeschafften Body-Cams an den Uniformen dürften im ein oder anderen Fall zur Verhinderung von Straftaten beigetragen haben."
In mehreren Fällen aktivierten die Beamten die Kameras, da sich kritische Situationen entwickelten. In zwei Fällen strafrechtlich zeichneten sie relevantes Verhalten von Tatverdächtigen auf. Diese Aufnahmen landen als Beweismittel in den entsprechenden Ermittlungsakten.
Für den samstäglichen Umzug in Trier bereitet sich die Polizei analog der Planungen zum ursprünglichen Termin an Rosenmontag auf den Einsatz vor.
Am Samstagabend kommt das Videokonzept in gleicher Weise zur Anwendung, wie es für den Rosenmontagszug vorgesehen war. Voraussichtlich ab 19 Uhr werden die Kameras am Hauptmarkt, am Bahnhofsvorplatz und an der Trevirispassage eingeschaltet. Auch die Body-Cams gehören wieder zum Konzept. red

 

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