Autor: Von unserer Mitarbeiterin Gabriela BöhmOrt:DruckenE-Mail
172 Diplome für die Zukunft
Die Veranstaltungsreihe "Zukunftsdiplom für Kinder", organisiert von dem Verein Lokale Agenda 21 Trier, ist auch in diesem Jahr auf große Resonanz gestoßen. Am Sonntag gab es als Abschluss von sechs besuchten Projekten die begehrten Diplome.
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Erwartungsvolle Gesichter: 170 Kinder und ihre Eltern freuen sich in der Promotionsaula auf die Übergabe der ersehnten Zukunftsdiplome. TV-Foto: Gabriela Böhm
Trier. Es ist eine Erfolgsgeschichte: Seit sieben Jahren bieten ganz unterschiedliche Einrichtungen wie Streetwork, Sägewerk oder Synagoge in Trier von Mai bis September Besuche, Exkursionen oder Einblicke für Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren an. Dabei geht es im weitesten Sinne um das Thema "Nachhaltigkeit". Für jede besuchte Veranstaltung bekommen die Kinder auf ihren Zukunftspässen einen Stempel in Sternform - mit sechs Stempeln gibt es das Zukunftsdiplom. Die Nachfrage danach ist groß, wie die gut besuchte Diplomübergabe am Sonntagnachmittag zeigte. Zum ersten Mal war mit Unterstützung der Katholischen Akademie die Promotionsaula als Veranstaltungsort gewählt worden: Ein zwar würdiger Raum, in dem es allerdings am Ende erhebliches Gedränge und organisatorische Probleme gab.
Wie in den Vorjahren führte der Schauspieler Klaus-Michael Nix als "Professor Sternfänger" durch das Programm. Ihm zur Seite stand mit Gitta Pelzer das "Sternchen". Passend zum Thema "Biene und Honig" gab es von Imker Matthias Rettig Informationen aus erster Hand - und als Präsent am Ende Honig zum Mitnehmen sowie eine Bienen-CD. Nix begrüßte stellvertretend für die vielen kleinen Nachhaltigkeitsforscher eine Gruppe von Kindern, die während der Veranstaltungsreihe einen Fragebogen zur Verkehrssicherheit in Trier erstellt hatten (der TV berichtete). Unter möglichst großer Beteiligung von Trierer Kindern soll ein Gefahrenkataster entstehen und wäre damit ein besonders gelungenes Beispiel für das Thema Nachhaltigkeit, sofern es später im Rathaus berücksichtigt wird. Zum ersten Mal wurde die Abschlussveranstaltung in die Gebärdensprache gedolmetscht, finanziell ermöglicht vom Caritasverband aus Spendenmitteln "Kinder in Not".
Das Zukunftsdiplom für Kinder soll im nächsten Jahr wieder angeboten werden, "wenn die Finanzierung sichergestellt ist", sagte Projektleiterin Charlotte Kleinwächter am Rande der Veranstaltung. "Wir suchen noch Sponsoren." Die größte finanzielle Unterstützung kam bislang von der Nikolaus-Koch-Stiftung. Auch der TV beteiligte sich.
Zahlen und Fakten: 68 Veranstalter, davon acht neu; 113 Veranstaltungen, davon 57 neu. Mehr als 1600 Kinder nahmen teil. Es gab 172 Diplome. 143 Kinder kamen aus Trier, 29 aus dem Umland.
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