32. Trierer Altstadtfest: Viel Betrieb, wenig Vorfälle
Um 18.30 Uhr, so spät wie noch nie, eröffnete OB Klaus Jensen am Freitag die 32. Auflage des Altstadtfests. Die Rechnung ging auf. Gegenüber dem 16-Uhr-Startschuss früherer Jahre tummelte sich diesmal weitaus mehr Publikum vor der Hauptmarkt-Bühne. Sehr zufrieden zeigt sich die Polizeiinspektion Trier mit dem bisherigen Verlauf des Altstadtfestes.
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Am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag habe es „sehr wenige Vorkommnisse gegeben“, so Polizeisprecher Werner Clemens.
Es sei „insgesamt ziemlich ruhig gewesen“ in Anbetracht der Tatsache, dass zehntausende Festbesucher in der Altstadt unterwegs waren.
Es habe drei kleinere Schlägereien gegeben, eine vierte sei verhindert worden, indem „ein sehr aggressiver und ziemlich betrunkener Jugendlicher in Gewahrsam genommen“, sprich: aus dem Verkehr gezogen, worden sei.
Außerdem wurde in der Brotstraße gegen 2.25 Uhr eine Schaufensterscheibe beschädigt. Von wem, ist noch unbekannt.
100.000 Besucher erwartet
Wer am Freitag gegen 16 Uhr auf dem Hauptmarkt erwartungsfroh der Dinge harrte, die da kommen sollten, der war eindeutig zu früh dran. Erst anderthalb Stunden später besorgte die neue Band AusTrier das Vorspiel zum eigentlichen Altstadtfest-Eröffnungsritual, das gar erst ab 18.15 Uhr seinen Lauf nahm.
Die Zeiten der 16-Uhr-Eröffnung auf der Hauptmarkt-Bühne sind offenbar vorbei: „Wir haben festgestellt, dass dann noch relativ wenig Publikum da ist. Also haben wir uns dafür entschieden, den offiziellen Startschuss um 18 Uhr zu geben“, sagt Jürgen Backes, der Rathaus-Cheforganisator des Altstadtfestes. Das Saarbrücker Pendant vor einer Woche sei erst um 20 Uhr losgegangen.
Den Akteuren auf der Bühne war’s recht. Schön vor allem für die Folklore-Formation Uljanik aus der kroatischer Partnerstadt Pula, dass ihre Trier-Premiere vor einer stattlichen Zuschauer-Kulisse stattfand. Anlass: der 40. Geburtstag der Partnerschaft. Da ließ es sich Pulas Bürgermeister Boris Miletic nicht nehmen, eine spontane Akkordeon-Einlage zu spielen.
Den obligatorischen Blumengruß, den OB Klaus Jensen und Weinkönigin Elisabeth Grotowski mittels Feuerwehr-Drehleiter überbrachten, hatte sich Stadtpatron Petrus (in Gestalt der Hauptmarkt-Brunnenfigur) nicht wirklich verdient. Nach vereinzelten Regenschauern am Nachmittag hatte es vor dem Auftakt des größten Volksfestes der Region noch einmal kräftig gegossen.
Nach einer halben Stunde zogen Jensen und der Festeröffnungstross aus Stadtgarde, Sponsoren und den Stadtoberhäuptern von Saarbrücken, Metz, Luxemburg und Pula weiter zur Domfreihofbühne.
Die beharrlich seitens der Stadt verbreitete Mär, es handele sich um das 31. Altstadtfest, basiert auf einem Rechenfehler. Anfang September 1980 feierte Trier sein erstes Altstadtfest, seit 1981 findet es alle Jahre wieder am Wochenende vor dem Patronatsfest Peter und Paul (29. Juni) statt. Macht summa summarum 32 Altstadtfeste einschließlich des jetzt laufenden.
Bis Sonntagabend werden rund 100.000 Besucher erwartet – nicht mitgerechnet das Publikum des Stadtlaufs. Ihnen bietet sich auf der Festmeile zwischen Porta Nigra und Viehmarkt ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen. Die Palette reicht vom traditionellen Bürgerschießen (Ecke Brot-/Konstantinstraße) über einen kleinen „Kunst aus eigener Hand“-Markt am Handwerkerbrunnen und das Kinderprogramm auf der Bühne an der Ecke Brot-/Jesuitenstraße bis hin zum Bungee-Jumping auf dem Viehmarkt. Hinzu kommen 140 Essens- und Getränkestände.
Integriert war das ganztägige QuattroPole-Fest am Samstag an der Porta Nigra mit Bands und Straßentheatergruppen aus Metz, Luxemburg, Saarbrücken und Trier. Dieses Fest richten seit 2008 die vier Städte in jährlichem Wechsel aus, nun fand es erstmals in Trier statt.
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