Diese Baustellen beschäftigt Pendler und Händler in und um Trier seit Monaten: Die Bundesstraße 51 ist gesperrt, 25.000 Fahrzeuge pro Tag werden umgeleitet. Auch am zweiten Tag blieb aber nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei ein Verkehrschaos aus.
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Laut Angaben der Polizei habe es am Montagmorgen keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Auf der A602 seien mehr Fahrzeuge als üblich unterwegs gewesen, Probleme gab es aber nicht, so die Autobahnpolizei Schweich.
Schon gestern teilte Karl-Peter Jochem, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Trier, mit, dass sich viele Fahrer offenbar auf die Sperrung eingestellt hätten. „Natürlich gab es die mit hohem Verkehrsaufkommen verbundenen Verzögerungen, aber zu schwerwiegenden Problemen kam es aus unserer Sicht nicht.“ Diese Situation bestätigte auch die Stadtverwaltung am Montag. „Dem Straßenverkehrsamt sind keine negativen Meldungen bekannt“, sagte Dieter Jacobs vom Presseamt. „Die Autofahrer waren rechtzeitig informiert und haben sich entsprechend verhalten.“
Bis zum 12. August wird der 750 Meter lange Abschnitt zwischen der Fachhochschule und der Kaiser-Wilhelm-Brücke gesperrt sein. Die offizielle Umleitung führt über die B53 und die Ehranger Brücke. Auf der über die Autobahn 602 und den Stadtteil Ehrang führenden Strecke war es am frühen Montagmorgen voller als sonst. „Wir haben heute früh deutlich mehr Verkehr verzeichnet“, sagt ein Sprecher der Autobahnpolizei in Schweich.
Rund um das Moseltal seien ohnehin fast jeden Morgen Staus zu verzeichnen. „Und jetzt kommen eben noch die dazu, die normalerweise die B51 nutzen würden.“ Unfälle haben sich jedoch nicht ereignet, bestätigt auch die Autobahnpolizei.
Sehr voll ist es am Montagmorgen gegen halb acht auf der Bonner Straße zwischen Pallien und Biewer. Die Autofahrer reihen sich ein, um über die Kaiser-Wilhelm-Brücke in die Stadt zu kommen. Zwischen den vielen Fahrern mit TR-Kennzeichen sind auch einige aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm unterwegs, die sonst sicherlich auf der B51 gestanden hätten.
In den Westen der Stadt Trier führen zwar keine offiziellen Umleitungen, aber einige Schleichwege. Die engen Kreisstraßen ermöglichen es, die B51-Baustelle zu umfahren und von der A64-Unterführung beispielsweise über den Markusberg und die Römerstraße nach Trier-West zu gelangen.
Auch in Euren erwartet man eine starke Zunahme des Verkehrs innerorts: Schon vor der Sperrung wichen viele Fahrer dem für die B51 typischen Stau über Trierweiler und Euren aus und rollten durch Herrmann-, Eligius-, Numerian- und Eurener Straße.
„Meine Befürchtungen sind eingetreten“, sagt Eurens Ortsvorsteher Hans-Alwin Schmitz (FWG). „Der Verkehr in der Hermannstraße hat sich zwischen acht und neun Uhr im Vergleich zur Zeit vor der Sperrung quasi verdoppelt.“ 344 nach Euren rollende Fahrzeuge hat Schmitz in dieser Stunde gezählt.
Peter Altmaier pendelt jeden Werktag zwischen Trier und Bitburg und testete laut eigener Aussage gestern bewusst zweimal die offizielle Umleitung. „Ich habe ehrlich gesagt mit wesentlich größeren Problemen gerechnet“, sagt er am Nachmittag. „Aber es wird natürlich Tage geben, an denen es schwieriger wird. Da brauchen wir Nerven.“
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