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aus unserem Archiv vom 15. Mai 2012
Autor: Anja Delen Kommentare: Kommentare zeigen Drucken  E-Mail

Bald können Kinder wieder in Trier-Nord kicken

Bälle hin- und herkicken, sich mit Freunden treffen, Spaß haben: Darauf können sich Kinder und Jugendliche in Trier-Nord freuen. Denn der neue Bolzplatz zwischen Franz-Georg- und Thyrsusstraße bietet ihnen ab Sommer Möglichkeiten zum Spielen und Toben.

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Trier-Nord. Lange hat es gedauert, doch jetzt ist endlich ein Ende in Sicht. Der neue Bolzplatz im Trierer Norden steht unmittelbar vor seiner Vollendung. Die im November 2011 begonnenen Bauarbeiten werden voraussichtlich in diesem Monat, spätestens im Juni beendet. Dann soll der Platz den rund 1100 Kindern und Jugendlichen, die im Einzugsgebiet leben, zum ersten Mal zur Verfügung stehen.
Nachdem die Bolzplätze Am Beutelweg und Verdistraße ab dem Jahr 2002 wegen der dichten Bebauung nicht mehr genutzt werden konnten, gab es für die junge Generation in Trier-Nord lange keinen geeigneten Ort mehr zum Spielen. "Beide dieser Plätze lagen inmitten von Wohngebieten mit der entsprechenden Problematik, dass die Anwohner sich durch das nächtelange Bolzen und von anderen Dingen gestört gefühlt haben," sagt Quartiersmanagerin Maria Ohlig.
"Uns war wichtig, dass wir einen Platz finden, an dem die Jugendlichen sich richtig austoben können, ohne dass sie jemanden dabei stören. Der neue Platz ist insofern ideal", sagt Ohlig über den neuen Standort.

Förderung aus Bund-Länder-Topf


An den Stellen der beiden ehemaligen Bolzplätze befinden sich mittlerweile zwei Kinderspielplätze. Der neue Bolzplatz, dessen Boden aus Kunststoffbelag (Allwetterbelag) besteht, befindet sich zwischen Franz-Georg-Straße und Thyrsusstraße auf dem Gelände zwischen dem Gartencenter Lambert und dem Schulgebäude. Hauptsächlich ist der Platz zum Fußballspielen gedacht, aber auch andere Angebote werden dort vorzufinden sein: So wird es zum Beispiel auch Basketballkörbe geben.
Die Idee, einen neuen Bolzplatz im Stadtteil anzulegen, gab es schon lange, allerdings erwies sich der Weg zum Bau doch etwas schwieriger: Das städtische Gelände wurde seit Jahren vom Trie rer Polizeisportverein für seine Schützenabteilung gepachtet. Erst nach langen Verhandlungen und dem Einverständnis des Sportvereins, seinen Schießstand an einen anderen Standort zu verlegen, konnte der Startschuss für das Projekt gegeben werden.
Dass der Bedarf für einen Bolzplatz im Trier-Norder Viertel Nells Ländchen groß ist, zeigt sich vor allem im Anteil der unter 20-Jährigen an der Bevölkerung: Mehr als 24 Prozent der im Quartier lebenden Bürger sind Kinder und Jugendliche. "Mit dieser hohen Zahl wird deutlich, wie wichtig und notwendig dieser Bolzplatz ist", stellt Maria Ohlig fest. Die Finanzierung des Projekts läuft über das Programm Soziale Stadt des Bundes und der Länder, das Stadtteile mit besonderem Förderungsbedarf in ihrer Entwicklung unterstützt.
Extra
Maria Ohlig ist seit 2001 Quartiersmanagerin in Trier-Nord. Sie hat ihr Büro Am Beutelweg 10 ("Schusters Treppchen"). Unter anderem ist sie dafür zuständig, die Stadtteilzeitung "Nordblick", die alle zwei Monate erscheint, herauszugeben. Außerdem spricht sie mit den Menschen, die im Stadtteil leben, und mit denen, die dort arbeiten, sowie mit der Stadt und Politikern. Ihre Aufgabe ist es, zu vermitteln und zu helfen, dass man gut und gerne im Stadtteil leben kann.

 




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