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aus unserem Archiv vom 07. Mai 2010
Autor: Von unserem Mitarbeiter Julian ErmertOrt: Drucken  E-Mail

Engagementtag erfüllt Wünsche

Der Aktionstag "Trier: Aktiv im Team" (TAT) geht in die dritte Runde. Insgesamt 33 Unternehmen und 27 soziale Einrichtungen arbeiten zusammen. An 26 Orten im Trierer Stadtgebiet wurden Projekte realisiert.

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Trier. Der kleine Anhänger in der Mitte des Hofs der integrativen Kindertagesstätte Leuchtturm ächzt unter der Last von dicken Baumstümpfen. "Seid vorsichtig mit euren Fingern", ermahnt Erich Laudwein, Betreuer an der Porta-Nigra-Schule, seine Schüler. Die drei Jugendlichen hieven die Stämme ins Freie. Bereits zum zweiten Mal nimmt die Förderschule am TAT-Tag teil. In diesem Jahr jedoch in einer anderen Funktion: "Wir treten nun als Projektnehmer auf. Wir wollen uns bewusst als Dienstleister zeigen", betont Laudwein. Zusammen mit Mitarbeitern des Forstamts Trier und der Firma Leyendecker, die Teile des Bauholzes stellt, errichten die Förderschüler zwölf Sitzbänke an der Kita.
 
Doch dies ist nicht der einzige Aktionsort: Auch an der Kindertagesstätte St. Bonifatius und dem Kindergarten St. Matthias packen Schüler und Mitarbeiter des Forstamts mit an. Erich Laudwein sieht das Großprojekt am TAT-Tag als Chance für seine Schüler: "Wir wollen zeigen, dass auch unsere Schüler Leistung bringen können. Hier können sie praktische Erfahrungen sammeln." Neben den Projektnehmern sind es aber in erster Linie die Projektgeber, die von diesem Aktionstag profitieren. "Es werden Projekte umgesetzt, die wir niemals hätten finanziell stemmen können", sagt die Leiterin der Kita, Elisabeth Gerhards. Auf der Baustelle wird es laut. Insgesamt zehn Mitarbeiter des Forstamts sind an diesem Projekt beteiligt. Alexandra Hartl, Schülerin der Porta-Nigra-Schule, verzieht das Gesicht. "Das ist ganz schön laut. Aber es macht trotzdem Spaß, und man lernt was", sagt die 19-Jährige, während sie das fertig gesägte Brett weglegt.
 
Das Konzept des Aktionstags: Gemeinnützige Einrichtungen und Unternehmen gehen eine Partnerschaft ein, um mit vereinten Kräften ein soziales oder kulturelles Projekt zu realisieren. Auf einer Projektbörse im Vorfeld werden Unternehmen und soziale Einrichtungen zusammengebracht. "Auffällig ist, dass sich besonders kleine Unternehmen einbringen", erklärt Charlotte Kleinwächter vom Verein Lokale Agenda 21, dem Hauptinitiator des Projekts. Positiv sei auch, fügt Kleinwächter hinzu, dass in diesem Jahr dreizehn neue Firmen für den Engagementtag gewonnen wurden.
 
Der Aktionstag ist landesweit einzigartig. Damit habe das Projekt Vorbildcharakter für andere Städte, stellt Erich Menger von der Leitstelle Bürgergesellschaft und Ehrenamt der Staatskanzlei RheinlandPfalz klar.
 
Auf dem Hof der Kindertagesstätte Leuchtturm sind die Helfer gut im Zeitplan: Die Bretter sind fertig geschnitten und die Holzstümpfe positioniert. Langsam nehmen die Sitzbänke Gestalt an und bringen Leben in die Betonwüste.


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