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aus unserem Archiv vom 18. Mai 2012
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Erster Schüleraustausch nach 40 Jahren

Zehn Schüler der Elementarschule Sijana im kroatischen Pula haben fünf Tage in der Partnerstadt Trier verbracht. Neben einem Empfang bei Bürgermeisterin Angelika Birk standen Besichtigungen und ein Besuch im Hochseilgarten auf dem Programm.

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Trier. "Wir bedanken uns für den herzlichen Empfang und den tollen Aufenthalt in Trier", sagt Sara Sincic im Trierer Rathaussaal zu Bürgermeisterin Angelika Birk. Die 14-Jährige spricht stellvertretend für die zehn Austauschschüler von der Elementarschule Sijana in Pula. Zum ersten Mal in 40 Jahren Städtepartnerschaft ist eine Schülergruppe in ihrer deutschen Partnerstadt Trier zu Gast.
"Die Stadt ist toll! Am besten gefällt mir die Konstantin-Basilika", schwärmt Mario Zufic. Der 14-Jährige belegt seit vier Jahren das Wahlfach Deutsch in seiner Schule. Seine Mitschülerin Antonija Oroz hat Deutsch schon als erste Fremdsprache gewählt. Sijana ist die einzige Schule in Pula, die diese Möglichkeit anbietet.
Antonija Oroz berichtet: "Wir haben in Trier tolle Dinge erlebt: ein Beachvolleyballturnier auf dem Petrisberg, die Schullaufmeisterschaften im Moselstadion, die Besichtigung des Heiligen Rocks im Dom. Am besten hat mir aber das Klettern im Hochseilgarten gefallen, weil wir da alle zusammenarbeiten konnten."
Die Austauschschüler aus Pula sind katholisch. Deshalb sei es ein besonderes Erlebnis für die Gruppe, während der Heilig-Rock-Wallfahrt in der Stadt zu sein, erklärt Rita Raspar. Die Deutschlehrerin aus Pula begleitet zusammen mit einer Kollegin die Schüler. Raspar ist das zweite Mal im Rahmen der Städtepartnerschaft in Trier. Sie erinnert sich: "Schon damals sind mir die Ähnlichkeiten unserer beiden Städte aufgefallen: die vielen römischen Denkmäler überall und die Liebe zum Wein." Sie fügt hinzu: "Wenn man es genau nimmt, haben auch beide Städte die Nähe zum Wasser - wir haben das Meer und die Trierer haben die Mosel."
Angelika Birk erzählt, wie sie 2010 selbst nach Pula gereist sei, und betont die Bedeutung von Städtepartnerschaften. Eine Schülerin aus Pula übersetzt die Rede für die Mitschüler mit geringen oder ohne Deutschkenntnisse.
Die Besucher aus Kroatien sind in Gastfamilien untergebracht. Bereits im September 2011 fuhren die Schüler der Integrierten Gesamtschule Trier nach Pula. Sie wohnten dort in einer Jugendherberge. "Das war eine spannende Reise", erinnert sich Marie Böffgen (13) aus Trier. "Aber es ist noch cooler, die Schüler im eigenen Land zu Besuch zu haben. Sie leben in unseren Familien, so hat man rund um die Uhr mit ihnen zu tun und kann sie richtig kennenlernen." Die deutschen Schüler sprechen mit ihren Austauschpartnern entweder Deutsch oder Englisch. arb




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