Mit dem Abriss alter Kasernengebäude haben auf dem Ex-Militärgelände Castelnau in Trier-Feyen die Bauarbeiten begonnen. Schon im Frühjahr nächsten Jahres soll das Einkaufszentrum des neuen Stadtviertels eröffnen.
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Zwei größere Straßen sollen das Ex-Kasernengelände Castelnau künftig erschließen. Dazu kommen weitere, kleinere Straßen. Die Hauptzufahrt ist von der Pellinger Straße aus geplant. Gelb ist die Fläche markiert, auf der das neue Einkaufszentrum entsteht.Foto: EGP; TV-Grafik: Birgit Keiser
Trier. Es ist das größte Bauprojekt in Trier: In den nächsten 15 Jahren soll auf dem brachliegenden Gelände der ehemaligen französischen Kaserne Castelnau, gelegen zwischen Trier-Feyen und der Weismark, ein neues Stadtviertel entstehen. Rund 120 Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern und rund 360 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und in umgebauten Kasernengebäuden sind geplant.
Dort, wo das nordwestliche Ende des Geländes spitz in den Stadtteil Feyen ausläuft, wird das neue Nahversorgungszentrum für den gesamten Stadtteil gebaut. Bagger reißen zurzeit mehrere alte Militärgaragen und Schuppen ab, um Platz zu schaffen für die Geschäfte.
Die Abbrucharbeiten dauern noch bis Ende März. Anschließend müssen auf dem abfallenden Gelände große Massen Erde umverteilt werden, um den Boden zu ebnen. Sobald im Sommer Baurecht besteht (siehe Extra) können die Gebäude errichtet werden. "Im Frühsommer 2013 werden zunächst Supermarkt, Discounter und Drogerie aufmachen", verspricht Jan Eitel, Geschäftsführer der Trierer Projektentwicklungsgesellschaft EGP, die das Gelände 2010 von der Stadt gekauft hat und zusammen mit Investoren entwickelt. Die Eröffnung weiterer Läden - etwa Bäcker, Metzger, Optiker, vielleicht ein Blumengeschäft, aber auch Ärzte, Therapeuten und eine Apotheke - ist für Ende 2013 geplant.
Durchgangsverkehr vermeiden
In diesem Herbst beginnen auch die Bauarbeiten für die beiden Hauptstraßen, die das Gelände erschließen sollen: Aus Westen von der Umgehungsstraße B 268 wird über die "alte Pellinger" eine Straße bis zum ehemaligen Exerzierplatz der Kaserne geführt. In den alten, gut erhaltenen Kasernengebäuden an dem großen ehemaligen Exerzierfeld werden bis 2014 insgesamt 70 Wohnungen entstehen. Langfristig soll auch der 20 000 Quadratmeter große Platz selbst mit flachen Bungalows oder mehrstöckigen Einfamilienhäusern bebaut werden. "Unterkellert" wird der riesige Platz mit einer Tiefgarage.
Eine zweite Straße soll vom Sandbach zum Pfahlweiher führen und dabei das Einkaufszentrum erschließen. "Diese Hauptstraßen und auch die weiteren Straßen werden so geführt, dass zum Beispiel durch Einbahnstraßenregelungen verhindert wird, dass der Durchgangsverkehr Abkürzungen durch das Wohngebiet nimmt", sagt Eitel. Mehr Verkehr in den umliegenden Stadtteilen und auf der neuen Pellinger Straße wird es durch die knapp 500 Wohnungen und das Einkaufszentrum allerdings zwangsläufig geben.
Extra
Der Bebauungsplan für das Areal rund um das künftige Einkaufszentrum auf dem Kasernengelände liegt noch bis zum 19. März im Rathaus aus. Anlieger und sogenannte Träger öffentlicher Belange, wie zum Beispiel Naturschutzverbände, können dann ihre Anmerkungen bei der Stadtverwaltung einreichen. Nach der Offenlegung wird geprüft, ob und wie diese Eingaben im Bebauungsplan noch eingearbeitet werden müssen. Erst wenn der Stadtrat der Endversion des Bebauungsplans zustimmt - vermutlich im Sommer -, besteht Baurecht. Das nächste Castelnau-Gespräch, bei dem die EGP alle Interessierten vor Ort über den Baufortschritt auf dem Gelände informiert, ist am Mittwoch, 7. März, 17 Uhr. Treffpunkt ist das Haupttor zum Gelände an der Pellinger Straße. Infos: www.castelnau.de woc
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