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Fall Tanja Gräff: Untersuchungsergebnis der Uhr liegt vor

(Trier) Nach den Untersuchungen am Roten Felsen und der Rekonstruktion der Spur „Schrei an der Kabinenbahn“ warten Polizei und Staatsanwaltschaft noch auf die Ergebnisse der Gutachten des Rechtsmedizinischen Institutes der Universität Mainz und des Phonetischen Institutes der Universität Trier. Unterdessen haben die Ermittler die Uhr der Studentin untersucht. Dossier zum Thema: Tanja Gräff

23.06.2015
Redaktion
Die Ermittler der Soko prüfenweiterhin die mehr als 800 alten und einigen neue Spuren und Hinweise. Im Zentrum der Ermittlungen stehen die erneuten Vernehmungen von Zeugen. Deren damalige Aussagen und Erinnerungen werden nun im Lichte des Absturzortes von Tanja Gräff neu betrachtet, die Zeugen wiederholt befragt.

Ein erster Untersuchungsbefund zu der Uhr der Studentin liegt zwischenzeitlich vor. Die Uhr wurde mit den sterblichen Überresten am Roten Felsen gefunden und einem Uhren-Gutachter zur Untersuchung eingereicht. Die Fahnder wollten wissen, ob die Uhr möglicherweise durch den Sturz beschädigt wurde und zum Sturzzeitpunkt stehen blieb.
Der Gutachter kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass die Uhr zwar beschädigt wurde, das Uhrwerk an sich jedoch funktionsfähig blieb. Aufgrund von Beschädigungen ist die Mechanik jedoch so beeinträchtigt, dass ein Rückschluss auf den Zustand der Uhr unmittelbar nach dem Absturz und somit dessen genauen Zeitpunkt aufgrund der Zeigerstellung unzulässig sei.

Die Untersuchungen zum Handy gestalten sich hingegen weitaus schwieriger. Hiermit ist das Landeskriminalamt beauftragt. Mit einem diesbezüglichen Ergebnis ist erst in einigen Wochen zu rechnen. Das rechtsmedizinische Gutachten soll frühestens Ende nächster Woche veröffentlicht werden. sey
 

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