Trier. (red) Der Film "Der Kleiderhaken" wird am Donnerstag, 4. März, im Rahmen der Agenda-Reihe im Broadway Filmtheater gezeigt. Das Thema des Films sind die Schattenseiten des Freihandels in der globalen Bekleidungsindustrie. Der Weltladen der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) bietet im Anschluss ein Gespräch an.
Wenn Discounter und der Textilhandel Kleidung immer billiger anbieten, fragt man sich, wo denn hier der Haken ist, in diesem Fall der "Kleiderhaken". Die Textil- industrie in Deutschland ist seit Jahren von Arbeitsplatzabbau und Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer geprägt. Beschleunigt wurde diese weltweite Entwicklung durch internationale Freihandelsabkommen. Gegenwärtig ist es weitaus billiger, die Produktionsschritte über den gesamten Globus zu verteilen als kundennah zu produzieren. 80 bis 90 Prozent der Kleidung werden mittlerweile in Niedriglohnfabriken, sogenannten Maquiladoras, hergestellt. Für die Unternehmen sind die steuer- und zollbefreiten Industriezonen echte Produktionsoasen. Während die Auftraggeber Millionengewinne erzielen, bleiben für die Arbeiter und den Staatshaushalt nur ein Bruchteil. Ansprechpartner: Hermann Anell, AGF-Weltladen 06589/7511.
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