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aus unserem Archiv vom 14. Februar 2010
Autor: Von unserer Mitarbeiterin Mechthild SchneidersOrt: Drucken  E-Mail

Frauen-Power, Party und Pailletten

Sie gehören zum Trierer Fasching wie Guildo Horn zu Weihnachten. Fred Kellner und die Famosen Soul-Sisters bringen eine Stimmung auf die Bühne, die auch Karnevalmuffel ausflippen lässt. Dabei sind Soul und Funk ihr Garant gegen Feierunlust. Und die ließen sich die 500 Gäste im ausverkauften großen Saal der Tufa nicht nachsagen.

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Trier. Zwei Pärchen in glitzernden Pailletten-Kostümen tanzen vor der Bühne. Die Federn in den Haarreifen der Damen fliegen im Takt. DJs legen Hits aus den 70er und 80er Jahren auf, überbrücken die langen Minuten, bis endlich die zehn Musiker die Bühne betreten.
 
"Kommt und tanzt mit Fred Kellner", ruft Bassist Fred Kellner alias Ralf Günther den 500 Gästen in der "Crazy Tufa" zu. Die lassen sich das nicht zweimal sagen, schwingen Beine und Hüften, angefeuert von der Bläsersektion "Horny Horns". Die Stimmung steigt. Die Lust, die Karnevalstage ohne "Helau!" zu verbringen ist groß, zumal die Trierer im vergangenen Jahr auf die Band verzichten mussten.
 

Da schauen auch die Frauen gerne hin


 
Bereits nach dem zweiten Song folgt der "absolute Höhepunkt des Abends". Ihm werden - im Fünf-Minuten-Takt - noch viele folgen. Doch zuerst ist der "Soulman of the Year" dran - Fred Kellner spart nicht mit Superlativen. Christoph Adams singt "Superstition" mit einer gehörigen Portion Soul und Funk in der Stimme. Der gebürtige Wittlicher ist bei den Kellners nicht nur Keyboarder sondern, wie die meisten seiner Mitstreiter, gleichzeitig Sänger.
 
Klar, dass anschließend wieder der "absolute Höhepunkt des Abends" ansteht. Denn Fred Kellner macht als Soulman eine ebenso gute Figur wie als Reggae-Sänger oder im Viererpack als Fred Four, "Deutschlands ältester Boygroup".
 
Als die Famosen Soul-Sisters, die Schwestern Anke und Susanne Engelke, die Bühne betreten, feiern die Gäste schon ausgelassen. Ein bisschen gepresst klingen die Stimme der Sängerinnen anfangs beim Michael-Jackson-Medley, doch die überragende Bühnenpräsenz besonders von Anke Engelke macht das sofort wieder wett. Jeder Blick, jedes Lächeln scheint sie ausschließlich dem Betrachter zu schenken. Da schauen auch die Frauen gerne hin, zumal Bühnenshow und die Stimmen mit jeden Song stärker werden.
 
Ebenfalls ein "Schmaus für Augen und Ohren", um es mit den Worten von Frontmann Fred Kellner auszudrücken: Die drei leichtbekleideten "Super Sonic Silver Strings", die mit "Daddy Cool" sofort zur Sache gehen. Doch genauso gut ist Fred Kellner, wenn es gefühlvoll wird. Mit viel Empathie interpretieren Anke Engelke und Christoph Adams im Duett "We got the love".
 
Als der letzte Ton der Zugabe "Finally" ertönt, drehen die DJs wieder die Plattenteller. Die Partyhungrigen unter den Gästen tanzen und schwofen bis in die Nacht hinein - mittendrin die beiden Pärchen in Glitzerkostümen. Das ist "Crazy Trier".


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