region/trier

Fremdenfeindlicher Angriff in Trier - 35-Jähriger verletzt

(Trier-West) Ein Rumäne ist am Freitagabend in Trier-West von vier Männern zusammengeschlagen und getreten worden. Der 35-Jährige wurde verletzt. Die Polizei nahm vier Tatverdächtige fest. Der Angriff war nach Polizeiangaben fremdenfeindlich motiviert.

14.02.2016
red
Wie die Trierer Polizei am Sonntag mitteilte, ging am Freitagabend gegen 19.30 Uhr ein in Trier wohnender Rumäne auf der Aachener Straße in Richtung Römerbrücke. Dabei sei er, so der Polizeibericht, von vier zum Teil stark alkoholisierten Männern im Alter von 19 bis 21 Jahren zunächst verbal mit fremdenfeindlichen Äußerungen und dann körperlich attackiert worden. Einer der Männer habe dem 35-Jährigen mit der Faust ins Gesicht geschlagen, anschließend hätten die Männer den am Boden liegenden Mann getreten. Als Zeugen die Polizei riefen, hätten die Männer von dem Rumänen abgelassen und seien geflüchtet. 

Der 35-Jährige erlitt nach Polizeiangaben durch die Schläge und Tritte mehrere Prellungen am ganzen Körper. Eine ärztliche Behandlung im Krankenhaus sei jedoch nicht erforderlich gewesen.

Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein und nahm vier junge Männer kurz vor der Römerbrücke vorläufig fest. Dabei hätten die Tatverdächtigen fremdenfeindliche Parolen von sich gegeben. Einer der Männer habe versucht zu flüchten, sei jedoch von den Beamten daran gehindert worden. Mehrere Beamte seien bei dem Einsatz beleidigt worden. 

Bei den alkoholisierten Tatverdächtigen wurde eine Blutprobe angeordnet. Sie sind der Polizei bereits durch mehrere Vorfälle bekannt. Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Trier ordnete am Samstag Untersuchungshaft gegen das Quartett an. Die vier Männer wurden in die Justizvollzugsanstalt Trier und in die Jugendstrafanstalt nach Wittlich gebracht. red

Empfehlungen

Kommentare