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21.06.2013

Früher gemeinsamer Neustart für Kürenz und Ambrosius

(Trier) Kürenzer Kinder besuchen schon ab kommendem Schuljahr die Ambrosius-Grundschule in Trier-Nord. Die Eltern haben am Donnerstagabend der frühen Zusammenlegung zugestimmt, die eigentlich ab 2014 geplant war.

Trier. Fröhlich winken die Kürenzer Kinder von einem Foto auf der Internetseite ihrer Grundschule in die Kamera. Die freundliche Geste ist zum Abschiedsgruß geworden. Denn seit Freitag ist es beschlossen: Schon ab dem kommenden Schuljahr 2013/14 besuchen alle Klassen der Kürenzer Grundschule die Ambrosius-Grundschule in Trier-Nord. "Eltern, Regionalelternbeirat und Personalrat der Schule haben sich für diesen Termin ausgesprochen. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) wird als Schulbehörde diesem Wunsch nachkommen, die entsprechenden Verwaltungsschritte wurden heute eingeleitet", erklärt ADD-Sprecherin Evelyn Dziendziol am Freitag auf TV-Anfrage.
Nachdem der städtische Jugendhilfeausschuss am Donnerstag beschlossen hatte, dass es für die Kürenzer Grundschüler morgens einen Schulbus zur Am brosius-Schule geben soll - obwohl angesichts der Länge des Schulwegs ein solcher nicht eingesetzt werden müsste - stimmten die Kürenzer Eltern dem Umzug letztlich zu: "Unter diesen Umständen haben die Eltern am Donnerstagabend mehrheitlich den vorgezogenen Umzug bejaht", berichtet Schulelternsprecherin Tanja Wilhelm. Grundsätzlich hätte man sich den Umzug zwar nicht gewünscht. Aber da im städtischen Schulkonzept die Zusammenlegung festgelegt sei, habe es gegolten, die pädagogisch beste Lösung zu finden. "Da die Ambrosius-Grundschule nach der Komplettsanierung jetzt so etwas wie einen Neustart hat, wollten wir bei diesem dabei sein, damit Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam die neue Schule gestalten können", erklärt Wilhelm. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Kürenzer Grundschulkinder erst ab 2014 in Etappen - jährlich das neue erste Schuljahr - umgesiedelt werden.
Die Kritik der Eltern galt allerdings dem dunklen Schulweg, der durch eine Bahnunterführung führt. Sie hatten deswegen für morgens einen Schulbus gefordert. Am Mittag sollen die jungen Leute, die ein freiwilliges soziales Jahr an der Ambrosius-Schule leisten, die Kürenzer Kinder auf dem Heimweg über die Kreuzung an der Franz-Georg-Straße bis hinter die Unterführung begleiten.
Der Jugendhilfeausschuss hatte am Donnerstag zugestimmt, dass der morgendliche Schulbus so lange eingesetzt werden soll, bis der Schulweg sicher und hell gestaltet ist. Längstens soll das vier Jahre dauern (der TV berichtete). "Für uns ist das eine akzeptable Lösung", sagte Elternsprecherin Wilhelm gestern. woc