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Fünftklässler aus Enkirch ist in ARD-Wissenshow zu sehen

(Enkirch) Wenn an diesem Samstagabend „Klein gegen groß – das unglaubliche Duell“ um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird, dann weiß einer schon vorher, wie die Wettbewerbe ausgehen werden: Niklas Demant aus dem Moselort Enkirch. Er ist eines der Kinder, die sich mit ihrem Wissen mit Prominenten gemessen haben.
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Enkirch. „Ich schätze, etwa 75 Prozent aller Städte weltweit kenne ich.“ Wenn Niklas diese Zahl nennt, bleibt er ganz cool. Sein geografisches Wissen ist riesig – bedenkt man, dass es allein in Deutschland 2074 Städte gibt und 307 Millionenstädte auf der Erde. Mit seiner Eins in Erdkunde kann sich der Fünftklässler deshalb problemlos mit Promis wie Schauspielerin Christine Neubauer und Traumschiff-Kapitän Siegfried Rauch messen. „Auf einer Blanko-Weltkarte musste ich beim Duell von den Millionenstädten sechs richtig zeigen“, berichtet der Schüler, der schon im Kindergarten im „Vorbeigehen“ Städte in sich aufgesogen und später auf der Weltkarte „einfach so“ gezeigt hat.
„Besonders die lustigen wie Pimpri-Chinchwad oder Ouagadougou gefallen mir“, sagt er. Schlagzeug spielen, Lego bauen und Radfahren, das sind neben der weiten Welt mit ihren ungewöhnlichen Bezeichnungen seine Leidenschaften. Wohin möchte er gerne selbst einmal? „Nach Neuseeland, ich liebe die Natur.“ Aus seinem Wunsch-Städteplan komplett gestrichen ist dagegen Rom. „Da ist mir zu viel Kultur und da sind zu viele Häuser eng an eng mit so vielen Mopeds.“
Wie kam er zu dem Städte-Wissen? „Im Kindergarten bekam ich einen Globus, der sprechen konnte und so lernte ich die ersten Städte. Später schlug ich im Atlas nach“, sagt er. „Ich finde es einfach klasse, wenn man weiß, was wo liegt.“ Mit dieser Begabung hat der Schüler des Koblenzer Max-von-Laue-Gymnasiums auch das ARD-Team um Moderator Kai Pflaume überzeugt.
Eigentlich sollte Niklas erst im Frühjahr zum Dreh kommen – aber dann kam alles ganz anders: „Er musste für ein Kind einspringen, was nicht mehr wollte“, berichtet Mutter Silke Demant. Am 2. Oktober rief die Crew an und acht Tage später „besetzten sie zwei Tage lang mein Zimmer“. Zwei Mal zehn Stunden lang wurde hier Material für eine dreiminütige Vorstellung von Niklas aufgenommen. Mit dabei Moderator Kai Pflaume: „Der kennt sich auch gut aus mit Städten“, verrät Niklas. „Wir haben hier am Tisch gesessen und um die Wette geraten. Aber Kicker kann er nicht so gut spielen. Außerdem sehen alle im Fernsehen immer viel jünger aus.“
Nachdem Niklas und sein Zimmer im Kasten waren, kam der nächste Schritt: Per Familienausflug ging es am 9. November nach Berlin – mit Vater Martin, Mutter Silke, Oma Ursula, Tante Heike und Bruder Lucas nebst Freundin Carina reiste der Geografiefan zum Dreh der Fernsehshow. „Das war interessant. So viele Menschen sind an einer einzigen Show beteiligt, das ist Wahnsinn!“, erinnert er sich. „Und dann die ganzen Fotos: Immer und immer wieder mussten welche gemacht werden, für die Agenturen, für die Fernsehzeitungen, das nervte schon.“
Niklas wird Samstag Abend zuhause beim Public Viewing mit Leinwand, Beamer und gut 30 Partygästen seinen ersten Fernsehauftritt feiern. Wie viele Städte er auf seiner Blankokarte gegen die Promis gewusst hat, das wird ab 20.15 Uhr im Ersten zu sehen sein. Er verrät nur soviel: „Ich habe auch ganz genau getroffen.“ 

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