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Ganz starkes Wochenende für Triers Einzelhandel: Kunden nutzen freundlichen Samstag und offenen Sonntag

(Trier) Das Wetter heiter bis wolkig, die Besucherfrequenz enorm hoch und die Stimmung entsprechend gut: Der zweite verkaufsoffene Sonntag des Jahres in Trier hat die Erwartungen mehr als erfüllt. Auch der Wahltermin tat dem Andrang in der City keinen Abbruch.

14.03.2016
Marcus Hormes
Trier. Nach dem eher enttäuschenden Ergebnis des verkaufsoffenen Sonntags am 3. Januar (der TV berichtete) sollte es der zweite Anlauf für die City-Initiative Trier richten.

Die Parksituation: Ein erster Indikator für die Resonanz ist die Auslastung der Parkhäuser. Und da bietet die Internet-Seite parken-in-trier.de ein klares Bild: In den Parkhäusern der Stadtwerke innerhalb des Alleenrings sind um 14.45 Uhr alle Plätze belegt. Wer noch rein will, muss auf ausfahrende Kunden warten. Das Parkhaus Ostallee hat hingegen noch 340 von mehr als 700 Plätzen frei.

Das Alleencenter: Gegen 15.45 Uhr sind offenbar mehr Kunden ins Parkhaus Ostallee ausgewichen - dort sind noch 280 Plätze übrig, Kunden parken zudem zwei Stunden kostenlos. Von dort ist die Fußgängerzone in wenigen Gehminuten erreichbar. Im Alleencenter selbst zieht vor allem der Media Markt. Geschäftsführer Ralf Reichert: "Wir haben Aktionen speziell auf diesen Tag ausgerichtet und damit Erfolg." Auch im Modemarkt Takko stöbern die Kunden, die übrigen Fachmärkte und das Kaufland bleiben allerdings geschlossen. "Natürlich wäre es schön, wenn noch mehr mitmachen würden", wünscht sich Reichert.

Die City: Gegen 16 Uhr strömen die Massen durch die Fußgängerzone. Hartgesottene lassen sich von den Sonnenstrahlen zu einem Kaffee oder gar einem Eisbecher in der Außengastronomie verleiten. Warm eingepackt, schauen sie den Flanierenden zu. In der Galeria Kaufhof in der Simeonstraße fahren die Rolltreppen unter Volllast - zur Freude von Geschäftsführerin Sabine Clabbers: "Wir verteilen schon seit 14 Tagen Flyer mit unseren Spezialaktionen, um den Erlebnischarakter des Sonntags für die ganze Familie deutlich zu machen. Das Interesse der Kunden an Bekleidung ist groß, aber auch an Osterdekoration, Süßem und Spielwaren." Fest steht: Dem für Trier starken Samstag folgt ein ebenfalls starker Sonntag.
Der Ostermarkt: Mit den 25 Standbetreibern auf dem Ostermarkt trifft die City-Initiative den Geschmack des Publikums. In den weißen Zelten mit Spitzdach gibt es typisch Österliches ebenso wie Exotisches aus Afrika und Künstlerisches aus Keramik und Glas oder Selbstgenähtes. Karina Regnery von Blumen Regnery: "Es ist zwar kalt, aber trocken und zeitweise sonnig. Wir verkaufen besonders viele Tulpen, aber auch Osterglocken, Sträuße und Weidenkätzchen."

Die Kunden: Ein 40-jähriger Trierer hebt seine zweijährige Tochter vom Kinderkarussell und peilt samt seiner Frau die Marktstände an. "Unser erster Eindruck ist gut", sagt der Vater. "Wir suchen nichts Spezielles, schauen uns einfach mal alles an und spazieren durch die Innenstadt." Um die Stimmabgabe bei der Landtagswahl muss sich die Familie nicht mehr kümmern: "Wir haben Briefwahl gemacht."

 

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