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Gespaltenes Verhältnis zur Fastnacht: Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval zeichnet Günther Jauch aus

(Trier) Günther Jauch wird am Samstag mit dem Kaiser-Augustus-Orden des Trierer Karnevals ausgezeichnet. Er erhält die mit 5555,55 Euro dotierte Ehrung für sein soziales Engagement — und spendet das Geld für Gehörlose und Schwerhörige.

07.01.2016
dpa
Fernsehmoderator Günther Jauch (59) nimmt nur selten Auszeichnungen an, aber bei diesem Orden macht er eine Ausnahme: Für sein soziales Engagement bekommt er den Kaiser-Augustus-Orden der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval am Samstag (9. Januar) in Trier. Als Weingutsbesitzer im nahe gelegenen Kanzem an der Saar fühle er sich der Region Trier besonders verbunden, sagte er in einem Interview. Zudem sei der Orden auch kein Karnevalsorden. Es gehe vor allem um einen guten Zweck.

Was hat Sie bewogen, bei dieser Ehrung zuzusagen?

Zum einen handelt es sich bei dem Orden ja gerade nicht um einen Karnevalsorden. Zum zweiten fühle ich mich der Region natürlich in besonderer Weise verbunden, und schließlich freue ich mich, dass ich in direkter Nachfolge meines Freundes Marcel Reif (Fußballkommentator) antreten darf. Er ist ja im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden.

Der Kaiser-Augustus-Orden wird von der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval verliehen. Feiern Sie gerne Karneval und mögen Sie närrisches Treiben?

Meine Eltern stammen beide aus dem Rheinland. Insofern bin ich da womöglich genetisch geprägt. Auf der anderen Seite bin ich im weitgehend karnevals- und fastnachtsfreien Berlin aufgewachsen. Da schlagen demzufolge abwechselnd zwei Herzen in meiner Brust.

Sie wollen das Preisgeld von 5555,55 Euro dem Verein HörBIZ Trier spenden. Warum gerade diesem Verein?

Gehörlose oder schwerhörige Menschen haben bei uns nur selten eine Lobby. Von HörBiz in Trier habe ich das erste Mal auf unserem Weingut in Kanzem gehört. Ich freue mich, dem Verein damit neben der Spende vielleicht auch zu ein wenig mehr Bekanntheit und Akzeptanz verhelfen zu können.

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