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aus unserem Archiv vom 22. Oktober 2010
Ort: TrierKommentare: Kommentare zeigenDrucken  E-Mail

Grüne Jugend demonstriert gegen Abschussfreigabe für Panther

Gegen die Abschussfreigabe für den offenbar in der Region umherlaufenden Panther will die Grüne Jugend protestieren. Sie fordert zur Teilnahme an einer Demonstration unter dem Motto "Rettet Panther Paulchen" am Samstag in Trier auf.
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Die Demonstration der Grünen Jugend Trier-Saarburg ist für den morgigen Samstag um 10 Uhr am Pranger in der Grabenstraße vorgesehen. Durch die Demonstration möchte die Grüne Jugend die Diskussion über Tier- und Artenschutz in der Region anregen.

Der Fall des Problembärs Bruno dürfe sich nicht wiederholen fordert die Grüne Jugend Trier-Saarburg in einem Beschluss von Donnerstag. "Es ist unhaltbar, den Artenschutz ohne jegliche Notwendigkeit einfach aufzuheben", meint Tierschutzbeauftragter Peter Weber. Während in Bayern versucht wird Luchse wieder anzusiedeln, sollen in Rheinland-Pfalz Großkatzen bedenkenlos geschossen werden. Da der Panther bereits seit einem Jahr ohne Vorfälle auf freiem Fuß sei, gehe erkennbar keine Gefahr vom Panther aus. Ein nicht tödlicher Schuss würde das Tier hingegen reizen, und könnte es zur Bedrohung machen.

Die Abschussfreigabe sei außerdem gefährlich für jeden Spaziergänger in schwarzer Kleidung, stellt die Organisation fest. Diese Gefahr eines Jagdunfalls sei weit größer, als die vom Tier ausgehende. Einige Mitglieder haben, um den Abschuss zu verhindern, angekündigt verstärkt schwarz gekleidet durch die Wäldern der Region spazieren zu gehen.

Zudem möchte man bei der Demonstration und auch danach Unterschriften von möglichst vielen Bürgern sammeln, die den Schutz des Panthers unterstützen.

Gestern hatte sich der Eifelpark Gondorf bereit erklärt, den Panther aufzunehmen. Allerdings stehen die Chancen dafür eher ungünstig, nachdem das Umweltministerium in Mainz erklärt hatte, dass neben der Polizei auch  Jäger und Forstbeamte das Tier abschießen dürften. Die Trierer Polizei hatte am Donnerstag zudem vor dem Tier gewarnt. Bei Sichtung solle sofort eine Polizeidienststelle alarmiert werden.





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