Autor: Von unserem Mitarbeiter Max Henning SchumitzOrt:DruckenE-Mail
Junge Trierer wollen eine grüne Stadt
Mehr Grün, saubere Spielplätze und bessere Radwege in Trier fordern die Kinder, die an der ersten Trierer Zukunftskonferenz teilgenommen haben. Zwei Tage lang haben zehn Kinder ausgearbeitet, wie Trier kinderfreundlicher gestaltet werden kann.
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Sophie, Tjarko und Hendrik diskutieren, was für radfahrende Kinder in Trier besser werden muss. TV-Foto: Max Henning Schumitz
Trier. An der Wand im Vortragssaal der Volkshochschule hängt das Motz-Monster. Es motzt: "Es gibt zu wenige Radwege und zu wenige Orte, an denen sich Kinder aufhalten können." Oder: "Die Spielplätze sind langweilig und dreckig. Überall tritt man in Hundehaufen."
An einer anderen Wand ist ein Zauberhimmel zu sehen. Die Kinder haben sich gefragt: Wie sähe die Stadt aus, wenn sie Trier so gestalten könnten, wie sie es wollen: "Es gäbe saubere Straßen, der Müll würde im Mülleimer landen und auf den Spielplätzen lägen keine Hundehaufen." Oder: "Kinderradwege und weniger Autos vor den Schulen."
Im Vortragssaal der Volkshochschule wird auf der Zukunftskonferenz noch diskutiert und nachgedacht. Die zehn Kinder zwischen sechs und 13 Jahren haben viel gearbeitet. Organisiert wurde die Konferenz von der Lokalen Agenda 21 und der Mobilen Spielaktion gemeinsam. Am Ende der zwei Tage sollen die Ergebnisse dem Stadtvorstand mitgeteilt werden.
Noch diskutieren Sophie, Tjarko und Hendrik in ihrer Gruppe über die Radfahrsituation von Kindern in Trier. "Da sind lauter Schlaglöcher auf den Wegen", kritisiert Hendrik. "Deswegen bin ich auch schon mal hingefallen." Sophie ergänzt: "Wenn ich mit dem Rad zur Schule fahre, parken dort Autos mit Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen. Auf mich nehmen sie da überhaupt keine Rücksicht." Die Gefahren für radelnde Schüler vor der Schule haben sie in einer Collage veranschaulicht: Parkende Autos werden von anderen Autos überholt, ohne dass auf den radfahrenden Schüler Rücksicht genommen wird.
Frithyof, Julius und Daniel überlegen sich Slogans, mit denen sie auf ihre Lage aufmerksam machen wollen: "Wie wäre es mit: Glas macht keinen Spaß", schlägt Frithyof vor. Daniels Vorschlag: "Gib Müll keine Chance!" Sie wollen sich wieder treffen und versuchen, einen Grafiker oder eine Werbeagentur zu finden, die sie bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützen. Julius und Florian haben ihr Motto schon gefunden: "Mehr Grün für Trier." Sie fordern Schulgärten und auf den Schulhöfen Hecken zum Verstecken. Auch die Innenstadt sollte grüner werden. "Mehr Sitzbänke unter schattenspendenden Bäumen wären prima", meint Florian. Zum Schluss der Zukunftskonferenz präsentieren alle Konferenzteilnehmer ihre Ergebnisse der Trierer Sozialdezernentin Angelika Birk. Florian bringt ihre Forderung auf den Punkt: "Unser Ziel ist: Besser leben in Trier." Birk ist von so vielen Ideen begeistert und verspricht: "Mit offenen Ohren und wachem Verstand schaue ich, was umzusetzen ist."
Als ersten Schritt kündigt sie an, Teile der Ergebnisse im Rathaus auszustellen - auch das Motzmonster soll dazugehören.
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