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Keine Gesundheitsgefahr durch Gestank in Trier-Pfalzel

(Trier) Der Pfalzeler Recyclingbetrieb Eu-Rec ist am heutigen Dienstag Thema im Umweltausschuss des Mainzer Landtages gewesen. Laut Ministerium hält die Abluft des Betriebs die zulässigen Grenzwerte ein. Zurzeit gibt es behördliche Geruchsbegehungen, um zu klären, ob, wie oft und wie stark es trotz Einbau der neuen Filteranlage noch stinkt.

12.01.2016
Christiane Wolff
„Schadstoffproblematik der Eu-Rec GmbH in Trier-Pfalzel“ hatte der Rioler CDU-Landtagsabgeordnete Arnold Schmitt seine Anfrage an das Mainzer Umweltministerium überschrieben (der TV berichtete). „Ich wollte von der Landesregierung wissen, was es mit dem Recyclingbetrieb auf sich hat“, begründete Schmitt den Vorstoß. 
Seit mehr als einem Jahr beschweren sich Anwohner massiv über Gestank, der von der Eu-Rec in die Wohnviertel wabert. Die Firma musste daraufhin zwei neue Filteranlagen in ihre Produktionsanlage einbauen. Ende Dezember 2015 hatte ein Gutachten dann ergeben, dass die Geruchsbelastung in der Abluft deutlich unter den behördlich auferlegten Grenzwert gesunken ist. Beschwerden gibt es trotzdem noch – und zwar nicht nur aus Pfalzel, sondern mittlerweile auch aus Kenn und Ruwer (der TV berichtete).

Der Recyclingbetrieb erfülle alle Auflagen, die Umweltministerium und die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord als zuständige Aufsichtsbehörde veranlasst hätten, erklärte Staatssekretär Thomas Griese in der Ausschusssitzung am heutigen Dienstag. Die Konzentration der Geruchsstoffe, von Staub und Gesamtkohlenstoff in der Abluft liege nach der neusten Prüfung – deren abschließendes Ergebnis noch nicht vorliegt – voraussichtlich unter den zulässigen Grenzwerten. Dass es weiterhin Beschwerden der Anwohner gibt, führte Griese darauf zurück, dass Geruchsbelästigungen „meist schon bei sehr niedrigen Stoffkonzentrationen“ auftreten würden.
Um festzustellen, „wie häufig und in welcher Intensität“ auch nach Einbau der Abluftreinigungsanlage und der neuen Folienwaschwasseranlage noch Gerüche auftreten, hat die SGD Nord eine gutachterliche Emissionsmessung beauftragt. Erste Ergebnisse werden ab April erwartet. 

„Nach einer ersten Einschätzung des Gutachters hat sich die Geruchssituation aber deutlich verbessert“, sagte Griese in der Ausschusssitzung am Dienstag. Abschließend könne man die Situation allerdings erst bewerten, wenn das komplette Gutachten vorliege. „Ob weitere behördliche Maßnahmen erforderlich sind, wird nach Vorlage aller Untersuchungsergebnisse entschieden. Die SGD Nord wird auch weiterhin durch Inspektionen vor Ort den Betrieb der Anlage überwachen“, sagte Griese. 
 


 

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