region/trier

Kreativität zum Mitmachen

Projektreihe endet mit Theater, Ausstellungen und Stummfilm in der Tufa

(Trier) Die Theaterwerkstatt der Grundschule am Biewerbach hat die Finissage der Projektreihe "We Convert Our Mind To Creativity" (WCOMTC) in der Tuchfabrik beehrt. Die 100 Besucher konnten ihr schauspielerisches Talent in einem Stummfilm des Künstlers Maxime aus Metz testen.

28.01.2013
Cenk Cigdem
Trier. Farben und Klänge sind eingesperrt und warten auf ihre Rettung durch die zwei mutigen Entdeckerinnen Sabrina und Melina. "Planet Ballux" heißt das Theaterstück, das die Kreativwerkstatt der Grundschule am Biewerbach zur Finissage der Projektreihe "We Convert Our Mind To Creatity" (WCOMTC) im Großen Saal der Tufa vorgeführt hat.
Das Theaterstück ist vollständig in Eigenregie der Schüler entstanden und erzählt die Geschichte von zwei Mädchen auf der Erde, die bei einem Waldausflug eine Rakete finden, mit der sie auf einen unbekannten Planeten fliegen: Planet Ballux.
Dort erfahren sie, dass ein böser Wissenschaftler die Farben und das Glück des Planeten eingesperrt hat. Mit einem halbierten Ball auf dem Kopf, einem blauen Anzug und mit Ballons verzierten Hula-Hoop-Reifen gewinnen die Kinder im Kampf gegen den bösen Wissenschaftler nicht nur die Farben und Klänge zurück, sondern auch die Herzen ihres Publikums.
Im Anschluss an das Theaterstück sprach Doktorandin Tanja Baudson über Kreativität in der Gesellschaft. In ihrem "Krea-Konzept" geht es um die Erweiterung und Sensibilisierung von Lehrern und Eltern für Fördermaßnahmen und Angebote an Kinder zur Weiterentwicklung von Kreativität.
Alternativ hatten die Besucher die Möglichkeit, in einer Ausstellung Ergebnisse der WCOMTC-Projekte zu betrachten. Eindeutiger Blickfang waren die Arbeiten des Künstlers Mario Schmidt, der seine Schwarz-Weiß-Fotos von Papergirl Trier ausstellte. Bei dieser Aktion hatte er im Sommer in der Fußgängerzone Kunstwerke und Fotos vor die Füße der Passanten werfen lassen.
"Ich wollte damit eine Situation provozieren, in der die Leute mit der Kunst ohne Vorwarnung konfrontiert werden und so gezwungen sind, sich damit auseinanderzusetzen", sagt Schmidt.
Sein Projekt Automatic Painting beschäftigte sich dagegen mit der Symbiose zwischen Wissenschaft und Kreativität, indem er Schrottteile wie den Ventilator eines Computerlüfters mit Filzstiften ausrüstete und dann auf Papier wild zeichnen ließ.
"Hier kam es darauf an, zu zeigen, dass es nicht nötig ist, dass der Mensch etwas schafft, sondern dass etwas wahllos Entstandenes auch künstlerische Ergebnisse liefern kann." Bei der Veranstaltung gab es eine Vorschau auf ein neues Kultur- und Kunstmagazin namens "Muselfösch" - ein Kleinstadtmagazin, das die schönen, aber auch hässlichen Ecken Triers zeigen soll. Zurzeit sucht die Herausgeberin Lynn Harles Sponsoren.
Die Intention der Projektreihe WCOMTC war, zum Selbermachen anzuregen - und so hatten die Gäste der Finissage Gelegenheit, ein Kostüm auszusuchen und sich an der Erschaffung eines Stummfilms zu beteiligen.

Empfehlungen

Kommentare