Logische Laufwerke und die Angst vor den blauen Bildschirmen
Fenster-Wolken, Fenster-Haufen, blaue Bildschirme. Die Welt der Informationstechnologie (IT) ist voll von Fachbegriffen, die - meist in Englisch - bei den meisten Laien für Verwirrung sorgen. Die heutige Ausgabe der TV-Serie Fachchinesisch sorgt mit Hilfe von Peter Peters, Teamleiter und Projektmanager des IT-Hauses Föhren, für Entwirrung.
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Peter Peters an seinem Arbeitsplatz: Er kennt sich mit den Fachbegriffen der Informationstechnik aus. TV Foto Stefan Himmer
Föhren. "Stecke doch bitte mal das USB-Kabel ein, damit der Laptop das logische Laufwerk erkennt!" "Mach ich, aber hier kommt die ganze Zeit dieser Bluescreen!"
TV-Serie Fachchinesisch
"Das liegt daran, dass ich vergessen habe, bei der Virtualisierung den Windows-Clustern eindeutige Namen für die Computer zuzuweisen!" - "Immer dieses Cloud-Computing! Nichts verstanden? Nicht schlimm. In der heutigen Ausgabe der Winterserie Fachchinesisch bringt Peter Peters, 43-jähriger Teamleiter und Projektmanager des IT-Hauses Föhren, Licht in die dunklen Wolken des IT-Fachchinesisch. Das IT-Haus existiert seit 1998 und beschäftigt etwa 150 Mitarbeiter.
Logisches Laufwerk: Ein logisches Laufwerk hat nichts mit Sudoku oder anderen Logikspielen zu tun. In einem Computer befindet sich meist nur eine Festplatte, das sogenannte physikalische Laufwerk - es ist real und greifbar.
Durch das Betriebssystem lässt sich dieses Laufwerk weiter unterteilen: in Partitionen. Diese Partitionen erscheinen im Betriebssystem Windows unter verschiedenen Laufwerksbuchstaben (C:, D:, E:, ...) und sind die logischen Laufwerke des Rechners.
Cloud-Computing: Hierbei handelt es sich um keine Wettervorhersage des PCs, sondern um eine spezifische Form der Datenbereitstellung. Das Rechenzentrum, der Datenspeicher und die Software werden ausgelagert und befinden sich damit nicht mehr direkt bei ihnen zu Hause, sondern können theoretisch irgendwo auf der Erde sein. Sie sind bildlich gesprochen in einer "Wolke" (Englisch: cloud). Zugriff hat der Nutzer auf die Daten durch das Internet oder ein internes Netzwerk.
Windows-Cluster: Nein, mit Cluster sind hier keine Frühstückscerealien gemeint. Frei übersetzt ist ein Cluster ein "Haufen" oder eine "Gruppe". Ähnlich wie beim "Cloud-Computing" werden hier Rechner vernetzt. Allerdings erscheinen diese Rechner als ein ganzer Rechner. Dadurch wird die Rechenkapazität erhöht.
Man muss sich das so vorstellen, dass sechs Batterien zu einem großen Akku aneinandergereiht sind, um mehr Leistung zu erzielen - so funktioniert ein Cluster.
Virtualisierung: Ähnliches vollzieht sich bei der Virtualisierung. Hier gibt es einen Zentralrechner, der Software und Betriebssystem bereitstellt. Der PC, der beispielsweise im Büro steht, besteht daher nur aus der rohen Hardware - der Nutzer muss sich erst einloggen, um auf das Betriebssystem zu gelangen, das der Zentralrechner bereitstellt. "Dadurch lassen sich Fehler leichter eindämmen und durch den Zentralrechner beheben", sagt Peters. Das Betriebssystem ist demnach virtualisiert und befindet sich nicht direkt auf dem Arbeitsplatzrechner.
Bluescreen: Der Nutzer sitzt am PC, trinkt gerade einen Schluck Kaffee und plötzlich das: Der Bildschirm färbt sich blau, nichts geht mehr, und Windows zeigt hieroglyphenähnliche Zeichen an.
Was tun? Durchatmen! Dieser sogenannte Bluescreen speichert wichtige Fehlerdaten für die IT-Profis. "Die Daten werden in einer Textdatei gespeichert. So können wir den Fehler exakt lokalisieren", sagt Peters. Sein Tipp: "Bei Windows 7 sollte bei einem Bluescreen die Wiederherstellungsfunktion genutzt werden." sthi
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