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aus unserem Archiv vom 31. Juli 2013
Autor: Anna-Sophie Schindler Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Trier Drucken

Mehr Aufmerksamkeit als im Porsche

Es sieht ein bisschen aus wie eine Seifenkiste, doch was sich unter den bunt verkleideten Fahrzeugen befindet ist ein Liegefahrrad - ein Velomobil. Unter dem Aspekt der nachhaltigen Mobilität könnte es eine Alternative zum Auto werden. Durch seine Verkleidung ist es wetterfest, und mit seiner Aerodynamik ist die Fortbewegung besonders einfach.
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Trier. "Das macht super viel Spaß", sagt Dieter Schmidt (61). Seit Januar besitzt der Hamburger ein Velomobil. Mit einer Gruppe von 13 Teilnehmern ist er jetzt seit neun Tagen auf Europatour. "Wir wollen das Velomobil bekannt machen", sagt Matthias Erz aus Lübeck. Weltweit gebe es erst 5000 der Fahrzeuge, vor allem in Holland. Ein Velomobil hätten viele Menschen noch nicht gesehen. "Da bekommt man mehr Aufmerksamkeit als mit einem Porsche", sagt Erz.
Ein Velomobil, was ist das? Im Zuge der Ölkrise Ende der 1970er Jahre hatte Carl Georg Rasmussen (78) aus Kopenhagen die Idee zu dem voll verkleideten Liegefahrrad — man fährt liegend wie auf einem Rad, es gibt aber eine Verkleidung um das Gestell, ähnlich wie bei einer Seifenkiste. So ist der Fahrer geschützt. Mit der Organisation "Human powered Vehicle", einem Verein für Liegeräder, hat er jetzt die erste Europatour organisiert. Die Tour dauert noch bis Freitag. Bis dahin werden die Teilnehmer rund 1600 Kilometer zurückgelegt haben. Ihr Weg führt sie durch Groningen, Amsterdam, Den Haag, Antwerpen, Reims, Luxemburg, Trier, Koblenz, Köln und Düsseldorf. In den Städten soll Öffentlichkeitsarbeit für das Velomobil betrieben werden.
Für eine Strecke von 25 Kilometern mit dem Velomobil brauche ein ungeübter Fahrer je nach Steigung eine Stunde. "Das ist eine akzeptable Zeit, um morgens zur Arbeit zu fahren", sagt Erz, der selbst seit zehn Jahren kein Auto mehr besitzt. Das Velomobil biete genügend Platz, um auch Einkäufe damit zu erledigen. Für Getränke gebe es Anhänger.
Vergangenen Freitag haben die Teilnehmer der Europatour sich mit Vertretern der Europäischen Kommission in Brüssel getroffen, um für nachhaltige Mobilität zu werben. Derzeit können Velomobile ab einem Preis von 4000 Euro erworben werden. "Alles wird von Fahrradherstellern gebaut", sagt Erz. Ein weiteres Ziel könne es sein, dass sich große Autohersteller der Velomobile annehmen, sodass sich mehr Menschen eines der Fahrzeuge leisten können.

 



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Es sieht ein bisschen aus wie eine Seifenkiste, doch was sich unter den bunt verkleideten Fahrzeugen befindet ist ein Liegefahrrad - ein Velomobil. Unter dem Aspekt der nachhaltigen Mobilität könnte es eine Alternative zum Auto werden. Durch seine Verkleidung ist es wetterfest, und mit seiner Aerodynamik ist die Fortbewegung besonders einfach.
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