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Nach Brand in Trier-Kernscheid: Verletzte haben Krankenhaus wohl wieder verlassen

(Trier) Sieben Menschen sind bei einem Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses in Trier-Kernscheid verletzt worden. Zur Rettung der Bewohner gab es nicht nur einen Großeinsatz der Feuerwehr - auch zwei Polizeibeamte griffen sofort mit ein.

17.12.2016
Siko /Sharon Kohr/Michael Schmitz
Noch vor der Feuerwehr ist eine Streife der Trierer Polizei am Samstagmittag bei einem Brand in Trier-Kernscheid vor Ort. Eine Rauchsäule liegt über dem Mehrfamilienhaus in der Straße „Auf der Redoute“, in dem zwei Familien leben. Der Brand breitet sich vom Keller ausgehend schnell über mehrere Räume aus, die Bewohner können das Haus nicht mehr durch den Hauseingang verlassen, sie sind in ihren Wohnungen eingeschlossen. Sie retten sich zunächst auf einen Balkon auf der Rückseite des Hauses. Die Zwei-Mann-Besatzung des Streifenwagens greift sofort ein. Auf einem Nachbargrundstück finden die Beamten im Garten mehrere Leitern, die sie am Balkon anlegen, so dass mehrere Bewohner hinunterklettern können. 

Nachbarn versuchen zu helfen

Noch während die Rettung läuft, trifft auch die Feuerwehr ein. Mit der Drehleiter muss sie ebenfalls über den Balkon eine weitere Person retten: Im oberen Geschoss lebt eine Frau, die auf den Rollstuhl angewiesen ist. Unter den aus dem Haus geretteten Menschen sind auch Nachbarn, die den starken Rauch bemerkten und den Notruf absetzten. Sie wollten den Bewohnern helfen, was aufgrund des starken Qualmes nicht gelang.
Unter schwerem Atemschutz laufen derweil die Löscharbeiten im Keller. Der giftige und beißende Rauch verteilt sich im gesamten Gebäude. Laut dem Einsatzleiter vor Ort gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig, weil im Keller viele Möbel und Gerätschaften lagern. Die Atemschutztrupps müssen sich erst einen Weg zum Brandherd freiräumen. Dann bringen sie das Feuer schnell unter Kontrolle.
 Insgesamt werden sieben Menschen bei dem Brand verletzt. Sie haben leichte bis schwere Rauchgasverletzungen und werden ins Krankenhaus gebracht. Da der Regelrettungsdienst nicht ausreicht, wird die SEG (Schnelle Einsatz Gruppe) der Stadt Trier alarmiert. 
Immer mehr Rettungswagen treffen in Kernscheid ein. Die Straßen Auf der Redoute, Zum Hellberg und die Jakob-Kneip-Straße werden für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr um. Verbrannte Möbel werden nach draußen getragen und weitere Glutnester gelöscht. Es dauert mehrere Stunden, bis der Einsatz schließlich beendet ist. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, ist bislang unklar. Brandermittler der Polizei treffen noch während der Löschmaßnahmen ein und ermitteln.

Die gute Nachricht: Die Verletzten können alle noch am Samstagabend das Krankenhaus wieder verlassen, berichtet Ortsvorsteher Horst Freischmidt am Sonntag dem TV. Das Haus, gebaut ursprünglich als Lehrerwohnung für die Kernscheider Schule, sei in städtischem Besitz. Die Wohnungen seien zumindest vorläufig unbewohnbar. Die Bewohner seien von der Stadt wohl zunächst in anderen Häusern untergebracht worden, vermutet Freischmidt. 
Im Einsatz waren mehr als 80 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Trier, der Löschzug Olewig und der Löschzug Irsch. Der Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr, das DRK Pluwig und Zerf. Die SEG Stadt Trier bestehend aus DRK, Malteser und ASB, der Leitende Notarzt, der Organisatorische Leiter, zwei Notärzte und die Polizei Trier.