Ein Musiker, ein Instrument, ein Lied - beim Singer-Songwriter-Slam in der Jugendkirche St. Paulus in Trier haben vier Musiker um die Gunst des Publikums gespielt und die Kirche in eine Konzerthalle verwandelt. Sieger Killian Jäckl ist für den Wettbewerb extra aus Gießen angereist.
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Der Sieger des Singer Songwriter Slams in der Trierer Pauluskirche: Killian Jäckl punktet beim Publikum. TV-Foto Stefan Himmer
Trier. Der Tontechniker flitzt über die Bühne und richtet das Mikrofon für den nächsten Künstler aus. Das Publikum sitzt gebannt auf Pappstühlen, Sitzsäcken und Bänken. Die Blicke schweifen nach vorne und verfolgen den ersten Künstler, der mit einer Gitarre die Bühne betritt. Alles gleicht einer Konzerthalle - fast alles. Aber dieser Konzertsaal ist anders. Hinter den Künstlern steht ein Altar, darüber hängt ein Kreuz und über dem Klavier schimmert im blau-roten Licht die Orgel der Jugendkirche St. Paulus in Trier. Im Rahmen der Heilig-Rock-Wallfahrt fand dort am Samstag ein Singer-Songwriter-Wettbewerb statt. Den meisten Jubel und die meisten Stimmen fuhr Killian Jäckl (21) aus Mecklenburg ein. Jäckl, der in Gießen studiert, überzeugte die etwa 65 Zuschauer mit seinem Song "Out Of Sight, Out Of Mind" und seinem Gitarrenspiel.
"Ich finde die Akustik in einer Kirche besonders", sagte er nach seiner Ehrung. Für ihn sei es eine gute Chance gewesen, wieder mal vor Publikum zu spielen. "Das habe ich schon länger nicht mehr gemacht." Bei dem Wettbewerb traten vier Teilnehmer mit jeweils einem selbst geschriebenen Lied und einem Instrument an. Am Ende stimmte das Publikum ab. "Die Kirche ist ein guter Ort für die Künstler, sie können sich hier ausprobieren", sagte Moderator und Veranstalter Christian Heckmann vom Bistum Trier.
Rund um die Bühne gab es eine Ausstellung mit Schaufensterpuppen unter dem Motto "Schau nicht weg". "Die Atmosphäre ist locker und bunt, ganz anders als in anderen Kirchen, das gefällt mir sehr", sagte Besucher Michael Stemper (25) aus Trier. Ursprünglich waren sieben Künstler für den Slam eingeplant, drei davon sprangen jedoch kurz vor der Veranstaltung ab. Jäckl setzte sich gegen Jürgen Brill, Teresa Heck und Christiane Stüber durch. "Ich habe doppelt so viele Künstler erwartet, vielleicht wurde nicht genug Werbung gemacht. Aber die Kirche als Musikbühne finde ich aufregend", sagte Besucherin Kathy Groß (25) aus Trier. sthi
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