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Perlen auf Pergament

Nach ihrer Restaurierung soll die "Sammlung Kutzbach" in Kooperation von Stadtarchiv und Universität in einen Katalog einfließen. Dazu sind die Kunsthistoriker allerdings auf Spenden angewiesen.

27.03.2008
Von unserer Mitarbeiterin Claudia Neumann
Trier. Als Baurat Friedrich Kutzbach und sein Mitarbeiter Karl Delhougne sich vor 80 Jahren aufmachten, die Trierer Baudenkmäler für die Nachwelt zu erfassen, entging ihnen nicht das kleinste Steinchen. Mit Akribie und Liebe zum Detail hielten sie noch den winzigsten Schnörkel der alten Gemäuer in Tusche fest. Ihre Zeichnungen und Pläne bilden die "Sammlung Kutzbach". Ein wahrer Schatz für heutige Forscher, denn viele der von ihnen auf Pergament oder Karton gebannten Bauwerke sind längst verschwunden.

"Diese Fülle von Detailinformationen ist sehr selten", sagt Professor Michael Embach, Leiter der Stadtbibliothek. Das unter seinem Dach beheimatete Stadtarchiv hat die Sammlung im vergangenen Jahr vom Denkmalpflegeamt übernommen. "Sie enthält rund 1600 großformatige Blätter, dazu unzählige Hand- und Ausmaßzeichnungen", berichtet Archivar Bernhard Simon. Der größte Teil stammt aus Delhougnes Feder.

Die alten Bögen werden jetzt mit Hilfe von Fördergeldern des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 15 000 Euro restauriert (der TV berichtete). Bis zum Herbst dürfte die Maßnahme beendet sein. Im Anschluss soll dann ein Projekt mit Pilotcharakter beginnen. Unter Federführung von Dr. Georg Schelbert übernimmt der Fachbereich Kunstgeschichte der Universität Trier die Erschließung und Dokumentation der Sammlung. "Wir wollen die historischen Baupläne in einem wissenschaftlichen Katalog erfassen, in dem alle Elemente und Inhalte beschrieben werden", führt Schelbert aus.

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