region/trier
14.09.2017
Roland Morgen

Präsident und Bischöfe besuchen Stadtteiltreff

(Trier) Beim bundesweiten Caritas-Sonntag am 17. September steht erstmals Trier im Blickpunkt. Beginn ist um 10 Uhr mit einer Messe im Dom.

Trier Es ist eine fast 100 Jahre alte Tradition: Am dritten oder vierten Sonntag im September feiern deutsche Katholiken den Caritas-Sonntag; den Termin für sein Bistum legt der jeweilige Bischof fest. Triers Oberhirte Stephan Ackermann hat sich für den 17. September entschieden. Und Trier steht am kommenden Sonntag ganz besonders im Blickpunkt: Dort findet die zentrale Feier zum Caritas-Sonntag 2017 statt. Nach den Worten von Gaby Jacquemoth, Sprecherin des Diözesan-Caritasverbandes, bedeutet diese vom deutschen Caritasverband (Freiburg) getroffene Wahl "nicht nur eine Premiere für Trier, wir betrachten sie auch als Auszeichnung für unsere Arbeit".
Insbesondere für die, die im Stadtteil Mariahof geleistet wird. In einem gemeinsam vom Caritasverband Trier und der Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz getragenen Projekt "Wir sind Mariahof" engagieren sich über 20 Ehrenamtliche, die eine Vielzahl von Angeboten und Veranstaltungen größtenteils selbstständig organisieren. Seit 2016 gibt es unter anderem ein Willkommenscafé für Flüchtlinge, in dem Sprachunterricht erteilt wird. Kein Zufall also, dass der Mariahofer Stadtteiltreff am Sonntag Schauplatz eines Fests für Mariahofer und geladene Gäste ist. Die 2017er Caritas-Kampagne unter dem Motto "Zusammen sind wir Heimat" will einen Beitrag zu Integration leisten - die Mariahofer Initiative gilt als Leuchtturm-Projekt. Mit beim Fest dabei sind der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Prälat Peter Neher, Bischof Stephan Ackermann sowie die Weihbischöfe Robert Brahm und Franz Josef Gebert.
Dem Mariahofer Treffen voraus geht um 10 Uhr ein Gottesdienst mit Präsident Neher und dem Bischof im Dom. Die Messe wird vom Kirchen- und Jugendchor Cäcilia (St. Amandus Konz-Könen) mitgestaltet und steht ebenfalls unter dem "Zusammen sind wir Heimat"-Leitgedanken.
Mit ihrer Kampagne und der bis zur Bundestagswahl laufenden Initiative "Wählt Menschlichkeit" appelliert die Caritas an den gesellschaftlichen Zusammenhalt und tritt für einen "sachlichen und fairen Dialog zu den aktuellen sozialen Fragen ein".
Verbunden ist der Caritas-Sonntag mit einer Kollekte in den Gottesdiensten. 2016 kamen im Bistum Trier so knapp 120 000 Euro zusammen. Die eine Hälfte blieb in den Pfarreien, die andere Hälfte kam der sozial-caritativen Arbeit im gesamten Bistum zugute.
Die katholischen Betreuungsvereine SKM und SKFM tragen mit einem Hochamt mit Pater Albert Seul in der Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung in Klausen (Kreis Bernkastel-Wittlich) zum Caritas-Sonntag bei. Seul ist Pfarrer und Wallfahrtsrektor in Klausen und Geistlicher Beirat des SKM-Diözesanvereins Trier. Musikalisch umrahmt wird der um 10.30 Uhr beginnende Gottesdienst vom Duo Peter & John alias Peter Dambly (Gitarre, Gesang) und Walter Johann Stephany (Mundharmonika).
Extra: 600 000 MITARBEITER IN 6200 VEREINEN

Die Caritas ist der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche. Organisiert in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins ist der Deutsche Caritasverband (Sitz: Freiburg) der Spitzenverband von über 900 einzelnen Organisationseinheiten. Er ist Teil der Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Als Zusammenschluss von rund 6200 rechtlich eigenständigen Trägern mit mehr als 600 000 Mitarbeitern ist die Caritas der größte privatrechtliche Arbeitgeber Deutschlands. Zusätzlich engagieren sich rund 500 000 ehrenamtliche Helfer in Caritas-Einrichtungen und -projekten.