Autor: Von unserer Mitarbeiterin Cordula FischerOrt:DruckenE-Mail
Sonnenernte hat begonnen
Lange hat die Suche nach einem geeigneten Dach gedauert. Gefunden wurde es im Juli in Heiligkreuz. Nur drei Monate später ist das erste Bürgersolarkraftwerk installiert. Und die Zähler laufen rückwärts. Auf dem Dach der Waldorfschule wird aus Sonne Strom gemacht.
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Haben „Waldorf 1“ auf den Weg gebracht: Die Investoren der Betreibergesellschaft des ersten Trie rer Bürgersolarkraftwerks feiern den ersten produzierten Sonnenstrom. TV-Foto: Cordula Fischer
Trier. Wie auf Bestellung strahlt die Sonne. Gut für die flachen Module auf dem Dach, gut für die 18 Bürger und zwei Vereine, die in die Photovoltaikanlage investiert haben. Denn "Waldorf 1" ist das gemeinschaftlich auf den Weg gebrachte erste Bürgersolarkraftwerk in Trier und soll Rendite bringen.
Seit November 2007 waren die Mitarbeiter der Energieagentur der Lokalen Agenda 21 auf der Suche nach einem Standort für eine Photovoltaik-Anlage auf einem öffentlichen Trierer Gebäude. Im Blick war damals das Dach des Humboldt-Gymnasiums. Das hielt den statischen Anforderungen nicht stand. 24 weitere Gebäude wurden geprüft. Keines eignete sich. Das Projekt war in der Warteschleife.
Ein Thema auch im Schulunterricht
Bis zum Juli 2009. Denn dann gab es gute Nachrichten für die gegründete Betreibergesellschaft: Eines der Holzblockhäuser für die Ganztagsschule der Waldorfschule, die etwa vor zwei Jahren errichtet wurden, erfüllte die Anforderungen. Und es überzeugte durch die "optimale Ausrichtung nach Süden. Wenn wir selbst in eine solche Anlage investieren, kommt vielleicht mehr für uns heraus, aber wir wollen mit der Stadt solche Projekte voranbringen", sagt Hans Wunsch, Geschäftsführer des Schulträgervereins. Außerdem sei ein weiterer Aspekt, so das Energiebewusstsein bei den Schülern zu stärken und das Bürgersolarkraftwerk in die Schularbeit einzubeziehen. "Eine stolze Rendite von sechs Prozent, und das 20 Jahre staatlich garantiert" seien den Gesellschaftern versprochen, sagt Umweltingenieur Dieter Buch von der Energieagentur der Lokalen Agenda. Neben diesem Verein sind auch noch die AG Frieden sowie 18 Privatpersonen an "Waldorf 1" beteiligt. Rund 60 000 Euro haben sie investiert, Nennleistung der Anlage sind 16,72 Kilowatt peak.
Oberbürgermeister Klaus Jensen und Gattin Malu Dreyer waren als offizielle Gäste, aber auch als Mitgesellschafter zur Einweihungsfeier gekommen. Jensen sprach bereits jetzt schon von einer Energiewende nicht zuletzt, weil laut Stadtratsbeschluss Ziel ist, 50 Prozent des Energiebedarfs der Stadt aus regenerativen Energien zu bedienen. Die Summe der kleinen Anlagen wie des Bürgersolarkraftwerks mache viel aus. Zwei weitere sind bis Ende Oktober geplant. Und denkbar sei, eine Anlage "Waldorf 2" zu installieren, die von bereits stehenden Säulen zwischen den beiden Ganztagsschulgebäuden getragen werden könnte.
Leckeres Frühstück einmal anders: Ausgedehnt und zusammen mit Freunden und oder Familie findet ein Brunch in der Regel am Wochenende statt. Ein Brunch ist die Mischung aus Frühstück und Mittagessen. mehr...
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