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Traum vom Mehrgenerationenwohnen in Trier-Filsch wird wahr

Die zak Wohnpakt Genossenschaft plant im März den Spatenstich und will Ostern 2017 einziehen

(Trier) Das Kürzel zak steht für "zusammen, aktiv, kreativ". Unter diesem Motto hat sich eine Genossenschaft zusammengeschlossen, um den gemeinsamen Traum vom Mehrgenerationenwohnen zu verwirklichen. Mittlerweile muss niemand mehr träumen - im März ist Baubeginn in Filsch.

14.01.2016
Jörg Pistorius
Im September 2013 haben 19 Gleichgesinnte die zak Wohnpakt eG gegründet. Ihr Ziel: die Schaffung eines Wohnprojekts, in dem eine Gemeinschaft zusammenlebt, sich gegenseitig unterstützt und von klassischen sozialen Bindungen zwischen mehreren Generationen profitiert.

"Das Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach ist heute selten geworden", sagt Jürgen Beling, einer der Initiatoren. "Wir wollen unsere Fähigkeiten und Talente in einer lebendigen Hausgemeinschaft teilen."

Alle Hürden genommen


Eine schöne Vorstellung, die aber viele Hürden nehmen muss, um Realität zu werden. Davon ließ sich das Team nicht abschrecken. Schritt für Schritt räumte die ständig wachsende zak-Gemeinschaft, die heute 40 Mitglieder hat, alle Hindernisse aus dem Weg. Im Dezember 2015 wurde aus der Genossenschaft in Gründung eine eingetragene Genossenschaft. "Wir haben uns bewusst für diese Rechtsform entschieden, da uns sowohl die demokratische Entscheidungsfindung, die eigene Verwaltung und Verantwortung und die nachhaltige Sicherung der Idee des gemeinschaftlichen Wohnens für kommende Generationen wichtig waren", erklärt Beling.
Ebenfalls im Dezember kaufte die zak Wohnpakt eG ein Grundstück im Entwicklungsgebiet BU 13 im Stadtteil Filsch für 715 000 Euro. "Wir haben alles aus Eigenanteilen finanziert, es ist gemeinsames Eigentum", erläutert Helga Büdenbender, die ebenfalls zum zak-Gründungsteam gehört. Ein professioneller Projektbetreuer aus Dortmund ist mit im Boot, "außerdem nutzen wir natürlich das Know-how der Gruppe".
Ein Thema ist Büdenbender und Beling sehr wichtig. "Wir planen hier keine Seniorenresidenz, sondern ein Mehrgenerationenprojekt", sagen beide übereinstimmend. Zwar sind alle Wohnungen barrierefrei und sollen ein selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen. "Aber wir setzen auf das Zusammenleben von Jung und Alt", betont Büdenbender. Zur zak-Gemeinschaft gehören auch junge Mütter und Familien und inzwischen drei kleine Kinder.

Fünf Millionen Euro


Der Startschuss fällt im März, dann beginnt der Bau im BU 13 in Filsch. "Ostern 2017 soll alles fertig sein", kündigt Helga Büdenbender an. Das Mehrgenerationenprojekt werde inklusive des Grundstückspreises fünf Millionen Euro kosten.
Drei der 21 Wohnungen in der Größe von 60 bis 74 Quadratmeter und ein Appartement von 35 Quadratmetern sind noch frei. Jürgen Beling erklärt: "Mitglied der Genossenschaft kann man auf Antrag und durch Zeichnung eines Genossenschaftsanteils in Höhe von 250 Euro sowie Zahlung eines Eintrittsgeldes von 200 Euro werden." Die Zuweisung einer freien Wohnung erfolgt auf Vorschlag der Gemeinschaft. "Hier ist dann ein Eigenanteil an den Kosten zu zahlen, abhängig von einer möglichen Wohnraumförderung oder einer freien Finanzierung."


Ein Infoabend findet am Donnerstag, 28. Januar, um 18.30 Uhr in der Gaststätte Postillon (Herzogenbuscher Straße) statt.