region/trier

Trier-Shirts aus der eigenen Stadt

Student Dominik Schnell entwirft und produziert Bio-Kleidung mit Heimatbezug

(Trier) Dominik Schnell ist nicht nur Student, sondern auch Designer seines eigenen Modelabels DMNK Clothing. Eine Spendenkampagne im Internet ermöglichte die Gründung der Firma, für die der 23-Jährige nachhaltige T-Shirts mit Trier-Bezug kreiert.

26.05.2014
Alexander Triesch
Trier. Schwarze Buchstaben auf weißem Grund formen unterschiedlich große Worte wie Ehrang, Pfalzel oder Biewer und schlängeln sich zu einem Umriss von Trier zusammen. Was nach einer abstrakten Stadtkarte klingt, ist ein T-Shirt-Motiv von Dominik Schnell, der im vergangenen Jahr mit DMNK Clothing sein eigenes Modelabel gegründet hat.

Mode speziell für Trier


DMNK - das steht für den Namen Dominik, bloß ohne Vokale, und deutet an, dass es um Selbstverwirklichung geht. "Mode war immer schon mein Ding, und Produkte selbst zu kreieren, finde ich sehr reizvoll", sagt der 23-Jährige, der an der Hochschule Trier Kommunikationsdesign studiert.
Alles begann im Frühjahr 2013 mit einer Idee: Mode speziell für Trier. "Mit dem, was man anzieht, kann man auch zeigen, dass man zu seiner Stadt steht", erklärt Schnell.
Damals war auch Lars Wilbert (24), Student der Wirtschaftsinformatik und Freund von Schnell, am Projekt beteiligt. Er übernahm das Design der Internetseite und die gewerblichen Aufgaben. "Lars berät mich zwar noch in vielen Dingen, ist aber aus Zeitgründen ausgestiegen."
Um an Startkapital zu gelangen, riefen die beiden Studenten im Internet zu Spenden auf der Crowdfunding-Seite Startnext auf (der TV berichtete). Die angepeilten 3000 Euro kamen zusammen, vor allem durch Werbung auf Facebook und im Freundeskreis - die erste Produktion war gesichert.
Mittlerweile umfasst das Angebot mehrere Motive in verschiedenen Farben und Formen. Der junge Designer legt Wert auf Nachhaltigkeit und engagiert sich mit seinem Label auch sozial. "Alle T-Shirts werden aus Bio-Baumwolle und im Siebdruck in der Druckerei der Hochschule gefertigt." Jeweils zwei Euro pro verkauftem Shirt gehen an den Trierer Verein Nestwärme, mit dem eine Kooperation besteht.
Ob die Marke, die Schnell bisher neben dem Studium betreibt, auch seine berufliche Zukunft ist, weiß er nicht. "Es gibt in Deutschland viele erfolgreiche Modelabels, es ist sehr schwer, erfolgreich zu sein. Wenn es klappt, nehme ich es gerne mit. Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm."
Zunächst will Schnell auf jeden Fall sein Studium abschließen, um dann in einer Agentur zu arbeiten.

Empfehlungen

Kommentare