region/trier

Trier als Zentrum der Antike: 30 Jahre Weltkulturerbe - Nero-Ausstellung ab 14. Mai in drei Museen

(Trier/Igel) Dem römischen Trier steht nun ein Jahr mit exzellenten Höhepunkten bevor. 1986 wurden die antiken Monumente Porta Nigra, Amphitheater, Kaiserthermen, Barbarathermen, Römerbrücke, Konstantin-Basilika und die Igeler Säule sowie Dom und Liebfrauen als Unesco-Welterbe ausgezeichnet. Damit feiert das "Zentrum der Antike" in diesem Jahr 30 Jahre den Welterbetitel. Dossier zum Thema: Nero

16.03.2016
Trier - das ist das Zentrum der Antike, nicht nur von Deutschland. Die römischen Monumente Triers sowie die Igeler Säule waren die siebte deutsche Eintragung unter die Welterbestätten. Professor Dr. Hartwig Lüdtke, Vizepräsident der Deutschen Unesco-Kommission, würdigt die Bedeutung der römischen Bauten sagt: "Die derzeit 1031 Unesco-Weltkultur- und Naturerbestätten bilden eine faszinierende Landkarte des gemeinsamen Erbes der Menschheit und der kulturellen Vielfalt."

Außergewöhnliches Zeugnis


Seit 1986 seien die Römerbauten, der Dom und die Liebfrauenkirche in Trier Teil der Welterbeliste. Die Unesco habe die Stätte bei ihrer Aufnahme als außergewöhnliches Zeugnis der vierhundertjährigen römischen Epoche gewürdigt. "Sie macht deutlich, dass unsere historischen Wurzeln weit über nationalstaatliche Grenzen hinweg reichen", sagt Lüdtke. Nirgendwo in Mitteleuropa seien so viele authentische Monumente der Römerzeit erhalten wie in Trier. Die älteste Stadt Deutschlands, damals "Augusta Treverorum", war blühende Handels- und Verwaltungsmetropole und in spätantiker Zeit Kaiserresidenz und eine der größten Metropolen des römischen Reichs.

Das antike Stadttor Porta Nigra und die weitläufigen Kaiserthermen beispielsweise zeigen die Vergangenheit mit Mediaguides, Informations- und Ausstellungsbereichen und Medieninstallationen. Die Barbarathermen, einst größte Thermenanlage außerhalb Roms, sind inzwischen auf einem Besuchersteg zu erkunden. Zentrum aller archäologischen Funde aus dem römischen Trier ist das Rheinische Landesmuseum, das eindrucksvoll mit Glanzpunkten wie imposanten Mosaiken oder dem größten erhaltenen römischen Goldschatz durch die Geschichte führt.

"Die Trierer Denkmäler liefern ein außergewöhnliches Zeugnis der römischen Zivilisation", sagt Thomas Metz, Generaldirektor Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, "unsere Aufgabe heute ist es, allen Menschen eine Teilhabe zu ermöglichen."

Ein besonderes Kulturereignis von europäischem Rang wird in diesem Jahr viele Geschichts- und Antikeninteressierte nach Trier locken. Die Generaldirektion mit dem Landesmuseum sowie dem Museum am Dom und dem Stadtmuseum Simeonstift zeigen ab Mai eine Ausstellung mit hochkarätigen internationalen Leihgaben über den römischen Kaiser Nero. Das ist die erste große Schau zu diesem Thema in Europa. red
Weitere Informationen gibt es im Internet unter den Adressen www.zentrum-der-antike.de oder www.nero-ausstellung.de

 

Empfehlungen

Kommentare