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Trier stellt sich quer gegen Rechts: Gegendemonstranten blockieren Römerbrücke - NPD dreht um

(Trier) Mehrere Hundert Menschen haben sich am Samstagnachmittag in Trier-West zu einer Gegendemonstration gegen eine NPD-Kundgebung versammelt.Später blockierten bis zu 400 Menschen die Römerbrücke, um einer Gruppe von Rechtsradikalen den Weg in die Innenstadt zu versperren. Die Kundgebung verlief aus Sicht der Polizei, die mit einem massiven Aufgabot vertreten war, friedlich.

01.08.2015


22.20 Uhr: Die Polizei Trier spricht nach dem Ende der Demonstrationen von einem ruhigen Verlauf und schätzt die Zahl der Gegendemonstranten auf insgesamt etwa 600 Personen. Der Aufzug der NPD-Sympathisanten habe zeitweise bei bis zu 45 Teilnehmern gelegen. Die polizeiliche Bilanz des Nachmittags: Insgesamt wurden sieben Strafanzeigen registriert. Der Einsatzleiter, Polizeidirektor Rainer Nehren, zeigt sich mit den Verlauf des Nachmittags zufrieden.

21.26 Uhr: Alle Straßen sind nach Angaben der Polizei wieder frei. Für die meisten Polizisten heißt das auch: Einsatzende.

21.05 Uhr: Auch für die Polizei stehen offenbar die Zeichen auf Entspannung. Sie twittert, dass in Kürze der Straßenverkehr wohl wieder normal laufen wird. Allerdings ist die Eurener Straße noch gesperrt.

21 Uhr: Die NPD-Demonstranten sind in Trier-West zurück, ihre Zahl hat sich etwa halbiert, die Demonstration löst sich langsam auf. Auch die Zahl der Gegendemonstranten ist auf etwa 80 gesunken. Auch die Sitzblockade an der Römerbrücke hat sich friedlich aufgelöst. Nach vier Stunden steuern damit offenbar beide Kundgebungen auf ein friedliches Ende zu.

20.30 Uhr: Die Blockade der Römerbrücke hat gewirkt. Durch weitere Verhandlungen gelingt es der Polizei, die NPD-Teilnehmer zur Umkehr zu bewegen. Mit mehreren Kundgebungen nehmen Sie den gleichen Weg zurück zu ihrem Ausgangspunkt in Trier-West.

20 Uhr: Am Kopf der Römerbrücke haben sich seit etwa einer Stunde bis zu 400 Gegendemonstranten (die Polizei spricht später von 300 Demonstranten) versammelt. Sie blockieren den Zugang zur Brücke und damit den Weg über die Mosel in die Innenstadt. Der NPD-Block ist noch rund 400 Meter von der Brücke entfernt in der Aachener Straße.

19.35 Uhr: Die Demonstranten setzen sich durch die Aachener Straße in Richtung Römerbrücke in Bewegung.

19.30 Uhr: Der Demonstrationszug steht an der Kreuzung, an der Hornstraße, Kölner und Aachener Straße aufeinander treffen. 

19.07 Uhr: Das Martinerfeld ist jetzt laut Polizei für den Verkehr gesperrt. 

19 Uhr: Die Lage beruhigt sich wieder etwas, die Gruppe von NPD-Anhängern bewegt sich jetzt aus den engen Straßen in Trier-West durch die Hornstraße. Die mittlerweile etwa 45 Rechtsextremisten, die teilweise auch Kinder mitgebracht haben, gehen vorweg, etwa 200 Meter dahinter dürfen die Gegendemonstranten folgen. Als es zu ausländerfeindlichen Parolen im NPD-Block kommt, warnt die Polizei per Megaphon vor weiteren Verstößen gegen die Auflagen der Demonstration.

18.40 Uhr: Die Route der NPD ändert sich etwas, die Gegendemonstranten begleiten den Zug lautstark. Vereinzelt werden Wasserbomben auf die Rechtsextremen geworfen. Die Polizei hält beide Gruppen mit einem massiven Aufgebot auseinander.

18.15 Uhr: Etwa 30 NPD-Anhänger haben sich an der Jägerkaserne in Trier-West versammelt. Sie setzen sich in Bewegung, allem Anschein nach wollen sie an der Gegendemonstration vorbei.

17.57 Uhr: Die Polizei meldet via Twitter: Die Eurener Straße ab Tempelstraße in Richtung Römerbrücke ist jetzt gesperrt

17.28 Uhr: Der Vorsitzende des Vereins Buntes Trier, Thomas Kupczik, begrüßt auch Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Baudezernent Ludwig.

17.17 Uhr: Wir schätzen, dass zwischen 800 und 1000 Menschen zu der Kundgebung "Trier stellt sich quer" gekommen sind, die nun mit der ersten Rede begonnen hat. Noch kommt man auf der Eurener Straße durch, doch spätestens kurz vor 18 Uhr dürfte das auch nicht mehr gehen.

17.05 Uhr: Ein großer Strom von Leuten, vermutlich einige Hundert, zieht in Richtung Dechant-Engel-Haus in Trier-West, wo zur Stunde die Gegendemonstration gegen die NPD-Kundgebung stattfinden soll. Noch fließt der Verkehr, aber schon bald werden einige Straßen gesperrt.

17.00 Uhr: Seit Stunden ist die Polizei in Trier-West und in der Innenstadt an der Strecke, auf der die Rechtsradikalen in die Stadt ziehen wollen, etwa in der Brückenstraße und Karl-Marx-Straße präsent.

Für volksfreund.de berichtet Frank Göbel.

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