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Trierer Rentnerin um Tausende Euro betrogen

(Trier) Eine 68-jährige Frau aus Trier ist in den vergangenen Wochen um mehrere Tausend Euro betrogen worden. Zunächst war ihr telefonisch ein Gewinn versprochen worden, dann folgte die Abzocke: Sie sollte Vorauszahlungen leisten. Sogar mit einem angeblichen Staatsanwalt und Haft wurde ihr gedroht.

14.01.2016
Albert Follmann
Der Anrufer übermittelte eine an sich erfreuliche Nachricht: 40.000 Euro hätte die 68-Jährige bei einem Glücksspiel gewonnen. Zur Abwicklung des Gewinns müssten 6.400 Euro an Gebühren für einen Notar und andere Auslagen gezahlt werden. Diesen Betrag überwies die Geschädigte über ein Finanztransaktionssystem nach Bulgarien.

Statt des erhofften Gewinns erhielt sie wenig später einen Anruf eines angeblichen Leitenden Oberstaatsanwaltes aus Frankfurt, der ihr eröffnete, dass er wegen Geldwäsche und anderer schwerwiegender Delikte Ermittlungen gegen sie eingeleitet habe. Er drohte damit, ihr Konto sperren und die völlig eingeschüchterte Frau dem Haftrichter vorführen zu lassen.

In der darauffolgenden Zeit folgte über ein Dutzend weitere Anrufe des Mannes, in deren Verlauf der Unbekannte die 68-Jährige weiter unter Druck setzte. Bis Anfang Januar zahlte die Frau einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag an angebliche Rechtsanwälte, Steuerbehörden oder sonstige angeblich offizielle Stellen in der Türkei. Die Zahlungen erfolgten über Western Union oder bar im Briefumschlag. Der versprochene Gewinn wurde nie überwiesen.

Die Rentnerin erstattete Strafanzeige bei der Polizei. Diese rät zu größter Vorsicht bei Gewinnversprechungen am Telefon.

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